Kraftstoff : Spritpreisentwicklung: 2016 war ein gutes Jahr für Autofahrer

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Im heurigen März mussten 1,791 Euro für Super (plus 31 Cent, 17 %) und 1,861 (plus 43 Cent, 23 %) für Diesel von den Autofahrern bezahlt werden. Im März 2012 zahlten Autofahrer im Schnitt 1,478 Euro für den Liter Superbenzin, bei Diesel waren es 1,436 Euro. Am günstigsten war das Tanken in den vergangenen zehn Jahren 2016 mit 1,044 Euro je Liter Super und 0,967 Euro für Diesel. Ein Blick auf die Entwicklung des Ölpreises zeigt, dass der Spitzenwert kurz vor dem sogenannten "Arabischen Frühling", also den Unruhen von Libyen bis Syrien rund um 2010, erreicht wurde. Hier notierte der Preis pro Barrel (159 Liter, West Texas Intermediate) bei rund 180 Dollar, ging dann rasch auf gut 50 Dollar zurück und pendelte sich Mitte der 2010er Jahre zwischen 100 und 140 Dollar ein. Dann ging es mehr oder weniger stetig bergab, und seit 2020, zu Zeiten der Corona-Pandemie, wieder steil bergauf.

Verbraucher zahlen mehr, Konzerne steigern Gewinne

Und wie schaut es bei den Bilanzen der Ölfirmen aus? Die teilstaatliche OMV, den Österreicherinnen und Österreichern gehören 31,5 Prozent, verdoppelte 2021 ihren Gewinn und erhöhte die Dividende um 24 Prozent auf 2,30 Euro je Aktie. Wobei die OMV ihr Hauptgeschäft in der Gas- und Ölförderung hat und auch ein Chemiekonzern ist. Der saudische Ölkonzern Saudi Aramco hat seinen Gewinn 2021 mehr als verdoppelt. Und der größte US-Ölkonzern ExxonMobil erzielte im Vorjahr einen Nettogewinn von 23 Mrd. Dollar (20,6 Mrd. Euro) und damit das beste Jahresergebnis seit 2014. Der Spritpreis wird allerdings zu einem wesentlichen Teil vom Staat mitbestimmt. Die Kraftstoffpreise an den Zapfsäulen setzen sich aus dem Produktpreis, einem Gewinnaufschlag und zwei Steuern zusammen - der Mineralölsteuer (MöSt) und der Mehrwertsteuer (MwSt). Der Steueranteil lag laut ÖAMTC für Benzin im Jahresschnitt 2021 bei 54 Prozent, für den Liter Diesel waren es rund 49 Prozent. Mit 1. Juli 2022 kommt dann noch ein CO2-Malus dazu. (apa/red)

Zwei Drittel der Neuzulassungen sind Firmenfahrzeuge

Der Autobestand in Österreich umfasst 5,09 Millionen Pkw, knapp 45.000 davon sind Elektrofahrzeuge. Im Jahr 2010 lag der Pkw-Bestand bei 4,44 Millionen Fahrzeugen. Die Zahl der Pkw-Neuzulassungen ist 2021 auf den niedrigsten Wert seit 37 Jahren gesunken. Im vergangenen Jahr wurden 239.803 Autos neu zugelassen, ein Minus von 3,6 Prozent zum Vorjahr. Rund zwei Drittel der Neuzulassungen entfallen auf Firmenkunden, bei Elektrofahrzeugen sind es über 80 Prozent.

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