Fahrsicherheit

Wie die Asfinag Geisterfahrten reduzieren will

Geisterfahrer
Stopschild 
Autobahn
Hinweisschild
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Wie eine Statistik des österreichischen Radiosenders Ö3 zeigt, ist die Zahl der Meldungen über Falschfahrer auf den österreichischen Autobahnen und Schnellstraßen 2021 im Vergleich zu 2020 wieder gestiegen (388 zu 346). Bezogen auf die einzelnen Strecken schwankt die Zahl der Meldungen jedoch stark. Alle Daten über Geisterfahrer-Meldungen werden von Autobahn- und Straßenbetreiber Asfinag jedes Jahr zusammen mit den Unfalldaten des Innenministeriums analysiert, um Problembereiche erkennen und geeignete Maßnahmen einleiten zu können, wo sie möglich sind. So werden zum Beispiel Anschlussstellen auf Verbesserungen bei der Beschilderung und bei der Bodenmarkierung hin überprüft.

Geisterfahrten häufig durch Fahruntüchtigkeit

"Wir als Autobahnbetreiber versuchen, mit diesen Maßnahmen Verbesserungen zu erzielen, aber den Faktor Mensch können wir nicht beeinflussen" sagt Asfinag-Verkehrssicherheitsexperte Bernhard Lautner. Es zeigt sich nämlich leider meistens, dass die meisten Falschfahrten auf gravierendes Fehlverhalten zurückzuführen sind. Neben der Aussage, man habe umdrehen müssen, "weil es das Navi so angesagt" habe, ist die "Fahruntüchtigkeit" aufgrund von Alkohol, Medikamenten, Drogen oder auch generelle Verwirrtheit der häufigste Auslöser von Falschfahrten.

Bei nur etwa zehn Prozent der Geisterfahrer-Meldungen wird der Fahrer übrigens auch sichtbar. Und in fast allen Fällen zeigte sich, dass die Lenkerin oder der Lenker betrunken oder aus anderen Gründen beeinträchtigt und somit fahruntauglich war. Das jüngste Beispiel ist so gesehen typisch: Vier Personen waren in einem Pkw auf der S 6 in der Steiermark Richtung Wien unterwegs, aber eben auf der falschen Richtungsfahrbahn – alle vier kamen von einem Skiurlaub und waren alkoholisiert. Zum Glück ist hier nichts passiert.

So verhalten Sie sich bei einer Geisterfahrerwarnung richtig

  • Bewahren Sie Ruhe
  • Reduzieren Sie die Geschwindigkeit
  • Erhöhen Sie den Abstand zum Auto vor Ihnen
  • Reihen Sie sich auf den rechten Fahrstreifen ein und überholen Sie nicht
  • Bleiben Sie nach Möglichkeit beim nächsten Parkplatz/Rastplatz stehen und warten Sie bis es Entwarnung gibt