Projekt Trinity : Volkswagen gibt eigenes Trinity-Werk endgültig auf

Projekt Trinity Sedan Concept VW E-Auto
© Volkswagen

Volkswagen zieht einen Schlussstrich unter die Pläne zum Bau einer eigenen Fabrik für das Elektroauto-Projekt Trinity. Es gebe keinen Bedarf für den Bau einer weiteren Produktionsstätte in Wolfsburg Warmenau, teilte der Autokonzern nach einer Aufsichtsratssitzung mit. Stattdessen würden neue elektrifizierte Modelle auf Basis der einheitlichen Plattform SSP, die Ende des Jahrzehnts an den Start gehen soll, in die bestehenden Strukturen des Stammwerks integriert, wie etwa beim Golf.

Trinity würde nach derzeitigem Stand ins Werk Zwickau kommen, wo bereits mehrere Elektrofahrzeuge gebaut werden. Das Elektroauto Trinity, das auf der neuen SSP-Plattform basieren soll, soll 2026 auf den Markt kommen. Volkswagen-Chef Oliver Blume hatte das Projekt jedoch kurz nach seinem Amtsantritt um zwei Jahre verschoben, um die kriselnde Software-Tochter Cariad zu entlasten.

Der Vorstand habe dem Aufsichtsrat auch die Belegung der anderen Werke vorgestellt. Im nächsten Schritt würden in der Planungsrunde die dafür notwendigen Budgets festgelegt. Der für die Marke zuständige Produktionsvorstand Christian Vollmer sagte, man werde den Wandel zur Elektromobilität nutzen, um die Komplexität in der Produktion zu reduzieren. Fahrzeuge mit gleicher Architektur würden in den Werken markenübergreifend gebündelt. Betriebsratschefin Daniela Cavallo sagte, eine wichtige Etappe der Planungsrunde sei geschafft, nun werde das Performance-Programm angegangen.

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Volkswagen hatte im Juni ein Performance-Programm angekündigt, um die Ertragskraft binnen drei Jahren zu trimmen. Die Volumenmarke soll die Rendite bis 2026 auf 6,5 Prozent hochschrauben von 3,6 Prozent, die VW 2022 schaffte. Dafür sollen durch Effizienzsteigerungen und Einsparungen rund zehn Milliarden Euro freigeschaufelt werden. Ein Konzernsprecher sagte, in den nächsten Wochen würden Details mit den Arbeitnehmern besprochen und umgesetzt. Bei Porsche laufe ein entsprechendes Programm seit einigen Jahren erfolgreich.

(APA/red.)