Morning Briefing : Müllaufkommen auf Autobahnen sukzessive gestiegen - Toyota startet Produktion eines neuen Bezinmotors in Polen - Fiat Chrysler wartet mit Neustart der Panda-Produktion

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Müllaufkommen auf Autobahnen sukzessive gestiegen

In den vergangenen Jahren ist das Müllaufkommen auf dem aktuell 2.233 Kilometer langen Streckennetz der Asfinag sukzessive gestiegen. Jedes Jahr fallen tausende Tonnen Müll auf den 56 Asfinag-Rastplätzen und 87 Raststationen entlang der Autobahnen und Schnellstraßen an. Insgesamt waren es im letzten Jahr 8.687 Tonnen - im Vergleich zu 2018 zumindest ein leichter Rückgang. „Knapp ein Prozent weniger Müll im Vorjahr scheint nicht viel, ist aber ein erster Schritt in die richtige Richtung“, sagt Geschäftsführer Stefan Siegele. Doch der Arbeitsaufwand der Reinigungskräfte ist groß: Leider landet immer mehr Müll nicht in den dafür vorgesehenen Containern und Mistkübeln, sondern direkt auf der Strecke. Rund ein Viertel des Jahresmülls muss händisch aufgesammelt werden. Die Absicherungen dafür und die fachgerechte Entsorgung verursachen hohe Kosten. Ein weiterer Grund, warum die Kosten jährlich steigen: das „Phänomen“ Mülltourismus. Hausmüll, alte Autoreifen und Bauschutt landen vermehrt illegal auf den Rast- und Parkplätzen und müssen unter hohem Aufwand entfernt werden.

Toyota startet Produktion eines neuen Bezinmotors in Polen

Im polnischen Motorenwerk von Toyota hat die Produktion eines neuen 1,5-Liter-Benzinmotors begonnen. Der Dreizylinder ist eine kleinere Ausführung der 2,0-Liter-Einheit, die bereits seit September 2019 von Toyota in Jelcz-Lasowice gefertigt wird. Zum Einsatz kommt der Benziner in der neuen Generation des Kleinwagens Yaris, dessen Produktion demnächst im französischen Toyota Werk in Valenciennes startet, sowie im kürzlich vorgestellten B-Segment-SUV Yaris Cross. Im Werk in Polen wurden komplett neue Fertigungslinien eingerichtet, die mit einer teilweisen Automatisierung der Prozesse die Effizienz steigern, die Ergonomie verbessern und die Produktionskapazität erhöhen. Durch die Entwicklungsarbeit konnte eine Steigerung des Wirkungsgrades von 40 Prozent erreicht werden und 20 Prozent weniger Verbrauch. Möglich machen das eine variable Nockenwellenverstellung und der Atkinson-Zyklus. Der Motor kann in konventionell angetriebene Fahrzeuge, aber auch in Hybrid-Fahrzeuge integriert werden. Toyota kann hier bereits einen Anteil von 52 Prozent an den Gesamtverkäufen in Europa verbuchen.

Fiat Chrysler wartet mit Neustart der Panda-Produktion

Der italo-amerikanische FCA-Konzern hat den Neustart seines Automodells "Panda" verschoben. Der Beschluss wurde wegen der schwachen Nachfrage auf dem italienischen Automarkt gefasst, teilten italienische Gewerkschaften mit. Die Produktion im süditalienischen Standort von Pomigliano d'Arco hätte am kommenden Montag neu starten sollen. Kein neues Datum wurde für den Neustart bekannt gegen. Laut FCA ist der italienische Automarkt stark eingebrochen. Die Bedingungen für den Neustart aller fünf FCA-Standorte in Italien seien daher nicht gegeben. In den ersten fünf Monaten 2020 sind die Zulassungen neuer Fahrzeuge in Italien um 50,45 Prozent gegenüber dem Vorjahr eingebrochen. Der Umsatzrückgang betrug 8,3 Milliarden Euro. Laut dem Forschungszentrum "Centro Studi Promotor" sei das Jahr 2020 für die Autobranche "dramatisch". Gefordert wurden Steueranreize für den Erwerb von E-Autos und von Hybrid-Fahrzeugen.