Morning Briefing - 28.02.2019

Zusammenarbeit bestätigt: BMW und Daimler treiben autonomes Fahren voran - Bericht: Ford baut Tausende Arbeitsplätze in China ab - Mögliche Übernahme: Wabco bestätigt erste Gespräche mit ZF

Das Wichtigste des Tages in Kürze zusammengefasst.

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Zusammenarbeit bestätigt: BMW und Daimler treiben autonomes Fahren voran

In einem ersten Schritt soll die Entwicklung von Fahrerassistenzsystemen sowie dem automatisierten Fahren auf Autobahnen und für automatisierte Parkfunktionen (jeweils bis hin zu SAE Level 4) in der nächsten Technologiegeneration vorangetrieben werden. Die beiden Unternehmen haben eine gemeinsame Absichtserklärung unterzeichnet, um diese zentrale Technologie für die Mobilität in Zukunft zusammen weiterzuentwickeln. Die Allianz ist auf eine langfristige Zusammenarbeit ausgelegt. Für BMW und Daimler liegen die Vorteile der angestrebten Kooperation auf der Hand: Mit den Kompetenzen und Erfahrungen der einzelnen Partner und einer skalierbaren Architektur wird die Entwicklung künftiger Technologiegenerationen beschleunigt und zudem effizienter. Darüber hinaus streben die Partner auch Gespräche über eine Ausdehnung des Kooperationsumfangs in der Zukunft auf höhere Automatisierungsgrade auf Autobahnen sowie für urbane Gegenden und Städte an. 

Bericht: Ford baut Tausende Arbeitsplätze in China ab 

Ford reagiert einem Zeitungsbericht nach mit umfassenden Stellenstreichungen auf schlechte Geschäfte in China. Beim Gemeinschaftsunternehmen Changan Ford sei bereits damit begonnen worden, Tausende der insgesamt 20.000 Angestellten zu entlassen, schrieb die „New York Times“ heute ohne Angabe von Quellen. Changan Ford bestätigte auf Nachfrage zwar lediglich, dass einige Verträge nicht verlängert worden seien. In dem Statement hieß es aber auch, dass die Effizienz erhöht werden müsse und das Unternehmen sein Team schlanker aufstelle, um sich den Marktbedingungen 2019 anzupassen. Ford tut sich schwer in China, im vergangenen Jahr fiel in Asien ein Milliardenverlust an. Neben der abflauenden Autokonjunktur belasten höhere Materialkosten aufgrund des Zollstreits zwischen den USA und China die Bilanz. Auch in Europa hat der zweitgrößte US-Autobauer Schwierigkeiten, hier sollen ebenfalls Tausende Jobs wegfallen.

Mögliche Übernahme: Wabco bestätigt erste Gespräche mit ZF

Der Bremsenhersteller Wabco hat vorbereitende Gespräche über einen möglichen Zusammenschluss mit dem Automobilzulieferer ZF Friedrichshafen bestätigt. Es gebe jedoch keine Gewissheit, ob eine Einigung erzielt werde, teilte das amerikanisch-belgische Unternehmen am Mittwochabend in Brüssel mit. Zuvor hatte das "Handelsblatt" unter Berufung auf Finanzkreise über ein Übernahmeinteresse von ZF berichtet. Mit dem Zukauf, dessen Volumen Experten auf bis zu acht Milliarden Euro schätzten, würde ZF knapp 40 Milliarden Euro umsetzen und dann nahezu Augenhöhe mit den Marktführern Bosch und Continental erreichen, so der Bericht. "Selbstverständlich überprüfen wir fortlaufend auch mögliche sinnvolle Akquisitionen", hieß es dem Bericht nach in einer Stellungnahme des Unternehmens. "Solche strategischen Optionen diskutieren wir immer wieder in den Gremien unseres Hauses." Noch gebe es aber keine Beschlüsse in die angedeutete Richtung.