VW ID.3

Überzeugend elektrisch unterwegs

Jahrelang zählte der e-Golf zu den am meisten verkauften rein batterieelektrisch angetriebenen Pkw in Österreich. Seit Sommer steht nun der Nachfolger ID.3 bei den Händlern und wird seit September an die Kunden ausgeliefert. Wir konnten bereits eine erste Runde durch Wien und das Umland drehen.

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VW Auto Autotests

Mit dem neuen ID.3 will VW an den Erfolg des e-Golf anknüpfen

Der ID.3 hat mit dem e-Golf nicht mehr viel gemeinsam, denn der neue E-Pkw ist das erste Modell des deutschen Autobauers, das auf dem Modularen E-Antriebsbaukasten (MEB) aufbaut. Das im Vergleich zum e-Golf stärker fließende Design bringt in diesem Fall einen niedrigen cw-Wert von 0,27 mit sich und trägt so zu einer erhöhten Reichweite bei. Zum Verkaufsstart stehen in Österreich zwei Modellvarianten zur Verfügung. Der ID.3 Performance verfügt über einen 58-kWh-Akku und soll damit eine Reichweite bis zu 426 Kilometer (nach WLTP) erzielen. Dieses Aggregat leistet 150 kW (204 PS), VW hat auch eine schwächere Variante mit 107 kW (146 PS) angekündigt. Als zweites Modell steht der ID.3 Pro S mit 77-kWh-Akku zur Verfügung, der ebenfalls 150 kW (204 PS) leistet und auf eine Reichweite von bis zu 549 Kilometer (nach WLTP) kommen soll. Die Aggregate sitzen jeweils im Heck des Fahrzeugs, auch der Antrieb erfolgt über die Hinterachse.

Unkompliziert und rasch gestaltet sich der Ladevorgang. Der ID.3 lädt in 30 Minuten rund 290 km (bei 100 kW Ladeleistung) nach. An Bord ist eine serienmäßige Schnellladefunktion, optional auch mit maximal 120 bis 125 kW Gleichstrom. Der kleine und der mittlere Akku lässt sich mit bis zu 100 kW, die große Batterie mit bis zu 125 kW Ladeleistung laden. Der Hersteller gibt auf jeden Akku eine Garantie über acht Jahre oder 160.000 Kilometer (bei mindestens 70 % der Ursprungskapazität) und das unabhängig von der Nutzungsart. Im ID.3 ist eine EU-weit standardisierte CCS-Dose für AC und DC verbaut, wobei das DC-Laden mit festem Kabel an einer Ladestation und das AC-Laden mit einem festen Kabel an einer Wallbox vorgesehen ist. Für öffentliche AC-Ladesäulen ohne Kabel ist ein Mode-3-Kabel mit Typ-2-Stecker serienmäßig mit an Bord. Mittels optionalen Mode-2-Kabel kann der ID.3 auch an einer Haushaltssteckdose geladen werden.

Reichweiten-Versprechen hält durchaus

Zum Test stand der „firmenwagen“-Redaktion ein ID.3 Pro Performance der sogenannten 1st Edition zur Verfügung. Auf unserer Runde, bestehend aus Stadtverkehr, (Stadt-)Autobahn und Überlandstraßen stand nach rund einstündiger Fahrt – bei einer einem E-Auto durchaus angepassten Fahrweise – und 50 gefahrenen Kilometern ein durchschnittlicher Verbrauch von 12,6 kWh/100 Kilometer zu Buche. Hochgerechnet hätte das eine Gesamtreichweite von 460 Kilometer ergeben.

Preislich startet der neue ID.3 in der Modellvariante ID.3 Pro Performance (58 kWh) ab 34.090,– Euro, die Version Pro S bei 39.190,– Euro. Anfang 2021 soll die Basisversion ID.3 Pure mit 45 kWh auf den Markt kommen, erwartet wird hier ein Startpreis von unter 30.000,– Euro.