Morning Briefing

Reform des Taxigewerbes geht durch Verkehrsausschuss - Kooperation von Medien und Industrie bringt digitalen Schub - Studie: Das Leid der Automobilzulieferer ist groß 

Das Wichtigste in Kürze.

Reform des Taxigewerbes geht durch Verkehrsausschuss

Der Verkehrsausschuss hat am Dienstag grünes Licht für die Novelle des Gelegenheitsverkehrs-Gesetzes, mit der das Taxigewerbe reformiert werden soll, gegeben. Das berichtet die Parlamentskorrespondenz. Damit kann bei Taxifahrten, die per Telefon oder Internet vereinbart wurden, künftig ein Pauschalpreis vereinbart werden. Der Pauschalpreis kann von den Tarifen abweichen, sofern Fahrpreis sowie Abfahrts- und Zielort im Voraus vereinbart werden und darf den bei der Bestellung vereinbarten Preis nicht überschreiten. Damit fällt die Taxameter-Pflicht. Gleichzeitig legt die Verordnung ein Mindestentgelt fest, das nicht unterschritten werden darf.

Kooperation von Medien und Industrie bringt digitalen Schub

Industrieunternehmen können im digitalen Wandel einer Studie zufolge von der Zusammenarbeit mit Medienhäusern profitieren. Das Potenzial sei hier noch längst nicht ausgeschöpft. Weil Medien durch die Digitalisierung besonders unter Druck stünden, hätten sie bereits entsprechende Erfahrungen mit Innovationen. In einer stärkeren Kooperation mit der Industrie liege "die Chance für einen spürbaren Digitalisierungsschub", sagte Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft anlässlich eines vbw-Medienkongresses am Mittwoch. Befragt wurden Unternehmen der Automobil-, Elektro- und Maschinenbauindustrie. Der Studie nach könne die Industrie in Marketing und Kommunikation, bei digitalen Medieninhalten, E-Learning und Online-Plattformen von Medien profitieren. Ein Beispiel: Audio-Inhalte im Auto. Umgekehrt biete die Industrie für Medienunternehmen eine Möglichkeit zur Verbreitung.

Studie: Das Leid der Automobilzulieferer ist groß 

Die "Global Automotive Supplier Study 2020" von Roland Berger und US-Investmentbank Lazard zeigt, dass die Corona-Pandemie den Standpunkt der Automobilzulieferer deutlich schwächt. Die Umsätze der Branche brechen in diesem Jahr im Vergleich zu 2019 weltweit im Durchschnitt um 15 bis 20 Prozent ein. Die operative Gewinnmarge ist im ersten Halbjahr 2020 auf nur noch 1,7 Prozent gefallen. Hinzu kommt, dass Trends wie Elektromobilität, das Autonome Fahren und Digitalisierung die Gewinnzone der Automobilzulieferer schwer belasten - vor allem, da die Transformationsprozesse Geld kosten. Die Hoffnungen lasten nun auf dem chinesischen Automarkt. Insgesamt wird die Corona-Krise die Automobilindustrie noch lange beschäftigen. So wird der Höchststand an weltweit verkauften Pkw aus dem Jahr 2017 (94,3 Mio.) voraussichtlich erst wieder 2026 erreicht.