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Powermaschine: Porsche bringt den neuen 935 auf die Rennstrecke

Satte 700 PS und eine komplette Neuentwicklung, die auf dem 911 GT2 RS basiert. Porsche zeigt einen neuen Clubsportler, der allerdings nur in Kleinserie produziert wird.

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© Porsche

Mit 515 kW (700 PS) unter der Haube lässt sich zweifelsfrei einiges anstellen - jedoch nur auf der Rennstrecken, denn eine Straßenzulassung hat der neue Porsche 935 nicht. Braucht er auch nicht, meint Porsche. Dafür gibt es gute Gründe: Erstens ist der Clubsportler nur für private Rennstrecken-Trainings und Clubsport-Veranstaltungen gedacht, zweitens konnten sich die Designer und Ingenieure beim Konstruieren ohne das übliche Reglement so richtig ausleben. Das fertige Ergebnis wurde vor Kurzem im Rahmen einer historischen Motorsportveranstaltung in Kalifornien vorgestellt.

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Mit 515 kW (700 PS) unter der Haube lässt sich zweifelsfrei einiges anstellen - jedoch nur auf der Rennstrecken, denn eine Straßenzulassung hat der neue Porsche 935 nicht. Braucht er auch nicht, meint Porsche. Dafür gibt es gute Gründe: Erstens ist der Clubsportler nur für private Rennstrecken-Trainings und Clubsport-Veranstaltungen gedacht, zweitens konnten sich die Designer und Ingenieure beim Konstruieren ohne das übliche Reglement so richtig ausleben. Das fertige Ergebnis wurde vor Kurzem im Rahmen einer historischen Motorsportveranstaltung in Kalifornien vorgestellt.

Mit seinem stromlinienförmigen Heck erstreckt sich der 935 auf eine Länge von 4,87 Meter. In der Breite misst der exklusive Rennsportler 2,03 Meter. Im Inneren schlummert ein wassergekühlter 3,8-Liter-Sechszylinder-Boxermotor mit Biturboaufladung, der weitgehend mit dem Hochleistungs-Serienaggregat des straßenzugelassenen 911 GT2 RS identisch ist. Wie der straßenzugelassene 911 GT2 RS verfügt der 1.380 Kilogramm schwere 935 über das Fahrstabilitätssystem PSM (Porsche Stability Management) inklusive Traktionskontrolle sowie ein Antiblockiersystem (ABS).

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Die Aerodynamik ist eine komplette Neuentwicklung und eine Hommage an den ehemaligen Le-Mans- Rennwagen Porsche 935/78, der von den Fans aufgrund seiner langgestreckten Form, der massiven Verbreiterungen und der Grundfarbe weiß „Moby Dick“ genannt wurde. 

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Die markanten Radhausentlüftungen auf den vorderen Kotflügeln, die auch beim GT3-Kundensportfahrzeug 911 GT3 R zu finden sind, erhöhen den Abtrieb an der Vorderachse. Der 1.909 Millimeter breite und 400 Millimeter tiefe Heckflügel sorgt für die aerodynamische Balance des Rennfahrzeugs.

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Viele Details des Exterieurs sollen an erfolgreiche Fahrzeuge aus der hauseigenen Motorsport-Geschichte erinnern: Während die aerodynamisch verkleideten Felgen an die des 935/78 erinnern, sind die LED- Rückleuchten in den Endplatten des Heckflügels an den LMP1-Renner 919 Hybrid angelehnt. 

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Die Außenspiegel stammen vom aktuellen Le-Mans-Sieger 911 RSR, die exponierten Abgasendrohre aus Titan sind dem Porsche 908 aus dem Jahr 1968 nachempfunden. Eigentlich basiert der Porsche Rennsportwagen 935 auf dem 911 GT2 RS. Doch mit einigen Änderungen: So wurden etwa Teile der Karosserie durch Anbauteile aus Kohlefaser-Verbundwerkstoff (CFK) ersetzt beziehungsweise ergänzt.

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Der Wählhebel des Getriebes ist in Schichtholz-Optik gestaltet und erinnert an Rennmodelle wie den 917, den 909 Bergspyder oder den Supersportwagen Carrera GT. Das Carbon-Lenkrad und das dahinterliegende Farbdisplay übernimmt der 935 vom 911 GT3 R des Modelljahres 2019. Ein massiver Sicherheitskäfig gewährleistet in Verbindung mit einem Rennschalensitz und Sechspunkt-Gurten maximale Sicherheit. Die Kraft des Heckmotors wird mittels eines Siebengang Porsche Doppelkupplungsgetriebes (PDK) mit starrer Aufhängung an die 310 Millimeter breiten Hinterräder übertragen.

 

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Der Porsche 935 wird zu einem Preis von 701.948 Euro zuzüglich länderspezifischer Mehrwertsteuer an gutbetuchte Kunden verkauft und in einer Kleinserie von lediglich 77 Fahrzeugen auf den Markt kommen.