Morning Briefing - 08.10.2019

Porsche Inter Auto schließt Händlerstandort in St. Veit - EU verschärft Regeln für Überprüfung von Verkehrssicherheit - Streik bei General Motors bedroht Absatz von Pick-ups

Das Wichtigste in Kürze.

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Porsche Inter Auto schließt Händlerstandort in St. Veit

Mit 30. November 2019 wird der kleinste der fünf Kärntner Porsche Inter Auto (PIA) Betriebe geschlossen. Mit rund 100 Neu- und 270 Gebrauchtwagenverkäufen pro Jahr stößt der 1968 errichtete VW-Händlerbetrieb an seine räumlichen und betriebswirtschaftlichen Grenzen. „Wir haben in Kärnten mit Porsche Klagenfurt, Porsche Villach, Porsche Völkermarkterstraße und Porsche Wolfsberg vier erfolgreiche Händlerbetriebe,“ sagt Rainer Hodina, Geschäftsführer der Porsche Inter Auto in Österreich und ergänzt: „Zukünftige Investitionen in die Elektromobilität sowie in eine optische und technische Modernisierung und notwendig gewordene Erweiterung des Betriebes in St. Veit machen in Anbetracht der eingeschränkten Entwicklungsmöglichkeiten in dieser Region wenig Sinn. Wir haben uns daher schweren Herzens entschlossen, den Betrieb mit Ende November stillzulegen.“ Porsche St. Veit beschäftigt aktuell 23 Mitarbeiter, die alle ein Jobangebot im Verbund von Porsche Kärnten erhalten werden. Die Kunden werden über die bevorstehende Schließung zeitgerecht informiert und bekommen Kontaktdaten der naheliegenden PIA-Händlerbetriebe, die sich um eine weiterhin gute Betreuung bemühen werden. 

EU verschärft Regeln für Überprüfung von Verkehrssicherheit

Die EU-Länder müssen künftig mindestens alle fünf Jahre ihre Verkehrsnetze nach von der EU vorgegebenen Kriterien auf Sicherheit überprüfen. Vertreter der EU-Mitgliedstaaten verabschiedeten am Montag abschließend eine entsprechende Richtlinie. Die Sicherheit "von Fußgängern, Radfahrern und anderen verletzungsgefährdeten Straßenverkehrsteilnehmern" muss dabei systematisch berücksichtigt werden. Die ersten dieser "netzweiten Straßensicherheitsüberprüfungen" müssen dem Beschluss zufolge bis spätestens 2024 durchgeführt werden. Auf den Prüfstand sollen Straßen, Tunnel und Brücken des transeuropäischen Verkehrsnetzes sowie weitere Autobahnen und Hauptverkehrsstraßen und jegliche Verkehrsinfrastruktur, die unter Verwendung von EU-Mitteln gebaut wurde.Die Reform ist Teil der Bemühungen der EU, ihr strategisches Ziel von nahezu null Verkehrstoten im Jahr 2050 zu erreichen. Im Jahr 2018 hatte es in der EU 25.100 Todesfälle bei Straßenverkehrsunfällen gegeben. Seit 2010 ist damit die Zahl der Verkehrstoten um rund ein Fünftel zurückgegangen.

Absatz von Pick-ups durch Streik bei General Motors bedroht

Autokonzern GM wird von einer Streikwelle erfasst, am Montag haben erst 415 Angestellte ihre Arbeit vorübergehend niedergelegt, meldet "Reuters". Der Streik beunruhigt mittlerweile die Händler in den USA. Inzwischen hat auch das letzte Pick-up-Werk des Konzerns die Produktion eingestellt, weil ihm die nötigen Komponenten - darunter für die Getriebeeinheiten - fehlen. Die Händler haben Sorge, dass ihnen die Neuwagen ausgehen könnten. Gerade die Pick-ups sind in Nordamerika sehr beliebt. Hinzu kommt, dass in den USA derzeit "Truck Month" ist - eine Zeit, in der die Hersteller den Pick-up-Verkauf mit besonders hohen Rabatten ankurbeln. Einer Schätzung der Anderson Economic Group zufolge hat der Ausstand GM vom 6. September bis zum 6. Oktober rund 600 Millionen Dollar gekostet. Zu Beginn hätten die täglichen Verluste bei etwa zehn Millionen Dollar gelegen, sollte der Streik über mehr als einen Monat andauern, könnten sie aber auf 90 Millionen Dollar pro Tag steigen. Damit steigt der Druck auf den Konzern, sich mit der Gewerkschaft United Autoworkers (UAW) zu einigen. "Streiks schaden allen", sagte GM-Sprecher Jim Cain. "Je eher es eine Lösung gibt, desto besser. Momentan ist jedoch keine schnelle Einigung in Sicht. Am Wochenende teilte die Gewerkschaft mit, GM habe ein bereits vorgelegtes Angebot zurückgezogen. Stattdessen sei das Unternehmen auf ein Angebot zurückgekommen, das die Gewerkschaft bereits abgelehnt habe.