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Pkw-Markt zeigte auch im Mai Schwäche

Um die Neuzulassungen und Absatzzahlen im Fahrzeughandel könnte es in Deutschland und Österreich besser stehen. Die erhoffte Rückkehr zu neuer Stärke lässt noch auf sich warten. Noch herrscht Zurückhaltung.

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Die Zahlen für deutschen Automarkt zeigen nichts Gutes. Im Mai sind die Pkw-Neuzulassungen in Deutschland gegenüber dem Vorjahresmonat um 50 Prozent zurückgegangen. Insgesamt wurden 168.100 Pkw neu zugelassen. Nach dem Rückgang im Vormonat von 61 Prozent bleibt der Markt damit auch nach Öffnung der Autohäuser weiter sehr schwach. In den ersten fünf Monaten des laufenden Jahres wurden damit 990.300 Pkw neu zugelassen (-35 Prozent). Dies ist der niedrigste Wert in diesem Zeitraum im wiedervereinigten Deutschland.

Der Auftragseingang aus dem Inland ist im Mai weiter massiv unter das Vorjahresniveau gesunken (-46 Prozent). In den ersten fünf Monaten des laufenden Jahres gingen 34 Prozent weniger Aufträge aus dem Inland ein. Aus dem Ausland wurden im Mai 32 Prozent weniger Bestellungen verbucht. Im bisherigen Jahresverlauf lag der Auftragseingang aus dem Ausland um 26 Prozent unter Vorjahresniveau.

Von den Auswirkungen der Corona-Krise ist die Pkw-Produktion daher weiterhin massiv betroffen. Im Mai haben die deutschen Pkw-Hersteller ihre Produktion nur langsam hochgefahren: Es liefen in Deutschland lediglich 151.500 Pkw vom Band (-66 Prozent). Nach fünf Monaten lag die Fertigung bei knapp 1,2 Millionen Einheiten (-44 Prozent) und damit auf dem niedrigsten Niveau seit dem Jahr 1975. Auch das Exportgeschäft ist weiterhin außerordentlich schwach: Nur 105.100 Pkw wurden an Kunden in aller Welt ausgeliefert (-67 Prozent). Im bisherigen Jahresverlauf wurden 904.900 Fahrzeuge exportiert (-43 Prozent).

Auch um den österreichischen Autohandel könnte es besser stehen. Der erhoffte Aufwärtstrend lässt auf sich warten. So bleibt die Situation im Handel weiter angespannt, wie Zahlen der Statistik Austria verdeutlichen. Bei den Pkw-Marken lag VW mit 2.709 Einheiten (Marktanteil von 13,3 Prozent) voran, gefolgt von Skoda mit 1.744 Einheiten (Marktanteil von 8,6 Prozent), Seat mit 1.404 Einheiten (Marktanteil von 6,9 Prozent), BMW mit 1.326 Einheiten (Marktanteil von 6,5 Prozent), Renault mit 1.211 Einheiten (Marktanteil von 6,0 Prozent) und Ford mit 1.138 Einheiten (Marktanteil von 5,6 Prozent).Bei den leichten Nutzfahrzeugen (Lkw der Klasse N1) wurden 2.923 Einheiten neu zugelassen. Im Mai 2019 waren es noch 4.038 Fahrzeuge gewesen. Das Minus im Jahresvergleich beträgt somit 27,61 Prozent.