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Neuer Porsche 911 Speedster bereits ausverkauft

Die Nachfrage nach dem Stückzahl-begrenzten Sportwagen ist hoch. Im vergangenen Jahr wurde noch das Konzeptfahrzeug in Zuffenhausen präsentiert. Mittlerweile sind die Bestellbücher für die Serienversion in Österreich bereits voll. Hier erfahren Sie, was der Zweisitzer zu bieten hat.

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Als Konzeptfahrzeug sorgte der 911 Speedster bereits für entsprechendes Aufsehen. Jetzt bringt Porsche den offenen Zweisitzer in limitierter Serie auf den Markt. Bei der Entwicklung standen der 911 R (2016) und der 911 GT3 Pate. Für ein emotionales Sounderlebnis im Cockpit sorgt ein 375 kW (510 PS) starker Vierliter-Boxer-Saugmotor. Das Sechsgang-Sportschaltgetriebe kann ausschließlich manuell von Hand geschaltet werden, was das sportliche Fahrgefühl heben soll. Als Unterstützung besitzt das Fahrzeug eine Auto-Blip-Funktion, die Drehzahlunterschiede zwischen den Gängen beim Herunterschalten gezielt und eigenständig mit Zwischengasstößen ausgleicht. Eine mechanische Hinterachs-Quersperre mit asymmetrischer Sperrwirkung rundet die sportlich ausgelegte Kraftübertragung ab.

© Porsche

Optisch ist der neue Speedster 911 eine Anlehnung an den Urahnen aller Sportwagen aus der Zuffenhausener Edelschmiede, dem 356 „Nr. 1“ Roadster aus dem Jahr 1948. Die Produktion läuft ab Mitte 2019 an, dann werden im Stammwerk nahe Stuttgart exakt 1.948 Exemplare gefertigt. Wobei der rund 348.125 Euro teure Speedster in Österreich bereits ausverkauft ist. Damit bleibt anderen kaufkräftigen Interessenten wohl nur mehr der Blick auf die Fahrzeugdaten. 

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Im optischen Mittelpunkt steht beim neuen Speedster 911 der ästhetisch geformte Verdeckkastendeckel mit seinen sogenannten „Double Bubble“-Streamlinern. Dabei handelt es sich spätestens seit dem 911 Speedster von 1988 um ein klassisches Merkmal dieser Sportwagen-Bauart. Gegenüber dem bisherigen 911 GT3 besitzt das Aggregat im Speedster zwei Ottopartikelfilter um die aktuelle Abgasnorm (Euro 6d TEMP) zu erfüllen. Aufgrund von Detailverbesserungen, wie etwa Hochdruck-Einspritzinjektoren mit optimiertem Strahlbild und einer modifizierten Sauganlage mit Einzeldrosselklappen, die ein spontaneres Ansprechen auf Gasbefehle ermöglichen soll, leistet das Fahrzeug zehn PS mehr.  

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Das Herzstück, den Sechszylinder-Boxer-Saugmotor mit Vier-Liter-Hubraum, übernimmt der neue Speedster aus dem 911er GT3. Die Spitzenleistung von 375 kW (510 PS) liegt bei 8.400 Umdrehungen pro Minute an, die Höchstdrehzahl ist bei 9.000 Touren erreicht und das maximale Drehmoment von 470 Newtonmetern steht bei 6.250 Umdrehungen pro Minute zur Verfügung. Der neue 911 Speedster beschleunigt in 4,0 Sekunden aus dem Stand auf 100 Stundenkilometer.

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Die Höchstgeschwindigkeit wird mit 310 Stundenkilometer angegeben. Er ist das größte und komplexeste Bauteil, das Porsche bis dato in einem Stück aus karbonfaserverstärktem Kunststoff (CFK) für ein Straßenmodell einsetzt. Zwei Blenden in den Doppelhutzen machen bei Bedarf den Weg für die Bügel des Überrollschutz-Systems frei, das analog zum 911 Carrera Cabriolet auch für den Zweisitzer zur Serienausstattung gehört.

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Eine gewichtsoptimierte Dachkonstruktion ersetzt das schlichte Tonneau-Cover des einstigen Konzeptautos. Trotz seiner puristischen Ausführung ist das Stoffverdeck alltagstauglich. Zusammen mit dem verkürzten Scheibenrahmen und dem abgesenkten Windlauf sowie entsprechend verkleinerten Seitenscheiben verleiht es dem 911 Speedster sein athletisches Profil. Die niedrige Fly-Line prägte schon historische Vorbilder wie den Porsche 356 Speedster von 1954.

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Leichtbau bestimmt auch weitere Karosseriekomponenten des Speedster. Die gegenüber dem 911 GT3 nochmals zwei Kilogramm leichtere CFK-Fronthaube sowie die CFK-Kotflügel stammen vom 911 R. Die Frontschürze steuert der GT3 bei, während die Bugspoilerlippe eine Neuentwicklung ist. Anstelle der Talbot-Spiegel der Studie erhält die Serienversion des Speedster elektrisch verstell- und beheizbare Sport Design-Außenspiegel. Den ausfahrbaren, aerodynamisch angepassten Heckspoiler und die Heckschürze übernimmt der Speedster vom 911 GT3 Touring.

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Das Interieur ist geprägt von den schwarzen Lederelementen für die Wangen und Kopfstützen der CFK-Vollschalensitze sowie für die Armauflagen in den Türverkleidungen und den verkürzten Schalthebel. Die Sitzmittelbahnen erhalten perforierte Lederbezüge, die leichten Türtafeln mit den schwarzen Öffnerschlaufen und Ablagenetzen sparen ebenfalls Gewicht. Den neuen 911 Speedster bietet Porsche auf Wunsch auch mit einem Heritage Design-Paket an, wobei Stilelemente der 50er und 60er Jahre aufgegriffen werden. Dabei ist mit einem Aufpreis von circa 30.000 Euro zu rechnen. Vorausgesetzt es lässt irgendwo noch ein Exemplar ergattern. 

https://www.youtube.com/watch?v=tTO-x-pTrg0

Die GT-Philosophie hinter dem neuen Speedster spiegelt sich auch beim Fahrwerk wider. Mit seiner sportlich ausgelegten Hinterachslenkung und dynamischen Motorlagern basiert es auf der Technik des 911 GT3 und des 911 R. Neben dem Einsatz von Torque Vectoring (PTV), Porsche Stability Management (PSM) und dem sportlich abgestimmten PASM (Porsche Active Suspension Management) wurde das Fahrwerk um 25 Millimeter tiefer gelegt und an die präzisen neuen Rahmenbedingungen angepasst. Der offene Zweisitzer rollt auf 20-Zoll-großen geschmiedeten Leichtmetallrädern zu den Kunden. Ebenfalls zur Serienausstattung zählt die PCCB-Bremsanlage (Porsche Ceramic Composite Brake) mit gelochten und innenbelüfteten Keramik-Verbund-Bremsscheiben.

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