Morning Briefing 08.01.2019

Köstinger und Hofer legen Förderpaket für E-Mobilität neu auf - Automobilclub ÖAMTC will Förderung auch für alternative Kraftstoffe - Luxusmarke Bentley muss wieder schwarze Zahlen liefern

Das Wichtigste des Tages in Kürze zusammengefasst.

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Köstinger und Hofer legen Förderpaket für E-Mobilität neu auf

Umweltministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) und Verkehrsminister Norbert Hofer (FPÖ) haben die Neuauflage des Förderpakets für E-Mobilität bekannt gegeben. Das neue Paket umfasst ein Fördervolumen von 93 Millionen Euro für die kommenden zwei Jahre und wird von den beiden Ministerien in Partnerschaft mit den Automobil- und Zweiradimporteuren sowie dem Sportfachhandel finanziert. Im neuen Förderprogramm werden Pkw mit Elektroantrieb mit 3.000 Euro gefördert. Nicht mehr förderfähig sind Diesel-Plug-in-Hybride. Neu ist - bei privaten Antragstellern - auch eine Obergrenze beim Anschaffungspreis von 50.000 Euro. Damit sind sehr hochpreisige Fahrzeuge nicht mehr förderfähig. Die Förderung von Heimladestationen (Wallbox) ist ebenso neu wie die Erhöhung der Förderung von 200 auf 600 Euro für die Installation von Ladestationen in Mehrparteienhäusern. Für E-Zweiräder wurde die Förderung in der Klasse L3e von bisher 750 auf nunmehr 1.000 Euro erhöht. Neu ist auch die erstmalige Fördermöglichkeit von E-Transporträdern für Private in der Höhe von 400 Euro. 

Automobilclub ÖAMTC will Förderung auch für alternative Kraftstoffe

Der Mobilitätsclub spricht sich für staatlichen Handlungsbedarf bei alternativen Kraftstoffen aus: "Wenn wir den Anteil der Beimengung von biogenen oder synthetischen Kraftstoffen zum herkömmlichen Diesel oder Benzin steigern, sparen wir damit massiv CO2 aus fossilen Quellen für die gesamte Fahrzeugflotte ein", erklärt ÖAMTC-Interessenvertreter Bernhard Wiesinger. Das heißt: "Auch Altfahrzeuge stoßen weniger Klimagase aus", so der ÖAMTC-Interessenvertreter. Das bestätigen laut Wiesinger auch die Zahlen. Allein durch die Erfüllung der Mindestvorgaben der EU in Sachen Beimengung von biogenen Kraftstoff-Anteilen, ergebe sich eine jährliche CO2-Reduktion von einer Million Tonnen pro Jahr. "Die jetzt beschlossene E-Autoförderung bringt im Vergleich dazu maximal etwa 0,07 Millionen Tonnen, also ein Vierzehntel davon", so Wiesinger. "Alternative Kraftstoffe haben eine enorme Hebel-Wirkung bei der CO2-Reduktion im Verkehr. Daher braucht es die langfristige Zusage des Finanzministers, biogene und synthetische Kraftstoffe nicht mit einer Mineralölsteuer zu belegen. Zudem braucht es einen Forschungs-Schwerpunkt in diesem Bereich."

VW-Konzern stellt Luxuswagen-Autobauer Bentley ein Ultimatum 

Der Luxuswagen-Hersteller Bentley muss wieder abliefern, denn allein vom einstigen Image zu leben, reicht den VW-Aufsichtsräten unter den jetzigen Bedingungen nicht mehr. Geld verdient VW mit seiner britischen Traditionsmarke aktuell keins. Das sich dies ändern soll, erklärten die VW-Aufsichtsräte Wolfgang Porsche und Hans Michel Piëch gegenüber der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". "Es sei wichtig, dass jede Marke in der neuen Konzernstruktur von Volkswagen einen "vernünftigen Deckungsbeitrag" erwirtschafte, hieß es in dem Artikel. "Das ist bei Bentley momentan nicht der Fall, und wir sind damit nicht zufrieden". Piëch ergänzte, es könnten "nur ein bis zwei Jahre" sein, bis sich die Situation bei dem britischen Hersteller gedreht habe. In welche Richtung das zu verstehen ist, wurde dabei offen gelassen. Die Familien Porsche und Piëch halten zusammen die Mehrheit am VW-Konzern. Bentley hatte in den ersten drei Quartalen 2018 im laufenden Geschäft einen Verlust von 137 Millionen Euro verbucht. Als Grund dafür nannte der Wolfsburger Konzern vor allem Wechselkurseffekte sowie Verzögerungen beim Anlauf des neuen Modells Continental GT.