E-Mobilität

Faraday-Future-Gründer ist pleite, die Firma soll jetzt profitieren

Die Tilgung von finanziellen Altlasten des ehemaligen Firmenchefs kann dem kalifornischen Elektroauto-Start-up nun zu neuem Auftrieb verhelfen.

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Mehreren Medien zufolge, meldete der Faraday-Future-Gründer und ehemaliger CEO Yueting Jia Insolvenz an, wobei nicht direkt das Elektroauto-Start-up betroffen sei, sondern das eigene private Vermögen Jias. Die operativen Geschäftsabläufe seien durch die Vorgänge in keinem Fall betroffen, war in einer Aussendung zu lesen. Im Gegenteil, streicht Faraday Future hervor: Durch den Insolvenzantrag werde es nicht nur möglich, die privaten Schulden des Gründers zu tilgen, es ist neben Restrukturierungen im Unternehmen auch von einem Börsengang die Rede.

Yueting Jia werden rund zwei Milliarden US-Dollar persönliche Schulden zugeschrieben. Bereits in der Vergangenheit hatte dieser Umstand für Probleme gesorgt, denn die finanzielle Glaubwürdigkeit des Unternehmens wurde stark in Mitleidenschaft gezogen. Immerhin hält der nun bankrotte Gründer rund ein Drittel der Anteile an Faraday Future. Die derzeitige Position Jias bei Faraday Future steht jedoch nicht zur Debatte: So soll er sich weiterhin auf die Strategien für den US-amerikanischen und den chinesischen Markt konzentrieren. Als neuer CEO hatte vor einigen Monaten der Ex-BMW-Manager Carsten Breitfeld Faraday Future übernommen. Der Insolvenzantrag scheint aus Sicht des Unternehmens vielmehr die einzige Möglichkeit zu sein, wieder Ruhe und Ordnung in den Betrieb zu bekommen.

Eigentumsanteile werden in einem Fond verwaltet

Jia wird nun seine Eigentumsanteile in einen Treuhand-Fond übertragen, dessen Erträge allein den Schuldnern zukommen werden und der von einem Treuhänder und einem Schuldner-Gremium verwaltet werden wird. Neben der strukturierten Rückzahlung seiner Schulden will der Ex-CEO vor allem die Möglichkeit verlangen, wieder nach China zu reisen, ohne dort festgenommen zu werden. Immerhin gilt er dort als „unehrlicher Schuldner“. Er hatte mehrere Rückkehr-Aufforderungen unbeachtet gelassen, nachdem er zuvor regelrecht aus China geflohen war. Nach Aussage des Unternehmens sind außer den Anteilen von Jia Yueting weder Mitarbeiter-Aktien noch sonstige Anteilsscheine von der Insolvenz betroffen.

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