Morning Briefing - 12.04.2019

Fahrdienstleister Uber strebt an die Börse - Bericht: Haft für Carlos Ghosn wird verschoben - Tesla und Panasonic stoppen Ausbau von Gigafactory

Das Wichtigste des Tages in Kürze zusammengefasst.

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Fahrdienstleister Uber strebt an die Börse

Der US-Mitfahrdienst Uber hat formell seinen Börsengang beantragt und dabei erstmals einen umfassenderen Geschäftseinblick gewährt. Wie aus den gestern bei der US-Börsenaufsicht (SEC) eingereichten Unterlagen hervorgeht, hatte Uber 91 Millionen Nutzer per Ende 2018. Das Unternehmen warnte aber, dass es „womöglich keine Profitabilität erreichen“ werde – sprich, wegen des Konkurrenzdrucks vielleicht niemals Gewinn machen werde. Auch rechnet der Konzern mit einem „erheblichen Anstieg“ der Betriebskosten in absehbarer Zukunft. Zum Volumen des Börsengangs machte Uber keine konkreten Angaben. Die Nachrichtenagentur "Reuters" berichtete kürzlich unter Berufung auf Insider, Uber plane, Aktien im Wert von rund zehn Milliarden Dollar (8,9 Mrd. Euro) zu verkaufen. Das Unternehmen würde so mit 90 bis 100 Milliarden Dollar bewertet.Es wird damit gerechnet, dass Uber Anfang Mai sein Börsendebüt feiert. Erst Ende März hatte sich Rivale Lyft auf das Parkett gewagt.

Bericht: Haft für Carlos Ghosn wird verschoben 

Bis zum 22.April wird es dauern, bis Ex-Renault-Nissan-Manager Ghosn in Haft kommt. Die Fristverlängerung entschied ein japanisches Bezirksgericht am Freitag. Damit hätten die Staatsanwälte nun die Möglichkeit, dem Gericht mehr belastendes Material vorzulegen oder Ghosn für haftunfähig zu erklären. Bereits zum vierten Mal wurde Ghosn letzte Woche unter Verdacht festgenommen, sich auf Kosten des Autobauers Nissan in Höhe von fünf Millionen Dollar zu bereichern, berichtet "Reuters". Es gibt noch andere Anschuldigungen gegen ihn - etwa finanzielles Fehlverhalten und groben Vertrauensbruch. Ghosns Anwälte, ebenso wie er selbst, hatten bislang alle Anklagepunkte vehement abgestritten. Anfang März wurde er nach 108 Tagen in Haft auf Kaution in Höhe von neun Millionen Dollar auf freien Fuß gelassen. 

Tesla und Panasonic stoppen Ausbau von Gigafactory

Wie die japanische Wirtschaftszeitung „Nikkei“ berichtet, stoppt der US-Elektroautobauer und Partner Panasonic den Ausbau der "Gigafactory 1", der aktuell größten Batteriefabrik der Welt. Sinkende Margen in der Batteriebranche, finanzielle Probleme bei Tesla sowie Unsicherheit bezüglich der künftigen Nachfrage nach Elektroautos hätten zu der Entscheidung geführt, berichtet die Zeitung ohne Angabe von Quellen. Tesla musste fürs erste Quartal 2019 einen Absatzrückgang hinnehmen, es wurden weniger Autos als geplant ausgeliefert. Laut „Nikkei“ spricht Panasonic sich nun dafür aus, dass Tesla auch die Investitionen in das neue Batteriewerk in Schanghai vorerst stoppt. Stattdessen solle Tesla am Standort Schanghai zunächst einen technischen Support bereitstellen und Batterien aus den existierenden Fabriken beziehen.

-> -> Nach einem schnellen Osterurlaub erscheint das nächste Morning Briefing am 23.04. - Wir freuen uns schon, Euch wieder mit News aus der Branche zu begrüßen! <- <-