Wasserstoff

Energie Steiermark plant eigene Wasserstoffproduktion

Der Energieanbieter Energie Steiermark baut im südsteirischen Gabersdorf (Bezirk Leibnitz) eine Anlage zur Wasserstoffproduktion. Mit dem damit jährlich produzierbaren rund 300 Tonnen Wasserstoff könnte etwa ein Wasserstoffauto über 40 Millionen Kilometer zurücklegen.

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Der Energieanbieter Energie Steiermark will selbst Wasserstoff produzieren und baut im südsteirischen Gabersdorf (Bezirk Leibnitz) eine Anlage zur Wasserstoffproduktion. Sonnenstrom und Biogas dienen als Quellen. Der Baubeginn für die Anlage ist das Frühjahr und die Fertigstellung zum Jahresende 2022 geplant. Jährlich sollen bis zu 300 Tonnen grüner Wasserstoff produziert werden. Es werden rund zehn Millionen Euro investiert, teilte das Unternehmen am Montag mit.

Zur Wasserstoffproduktion werden auf dem rund 10.000 Quadratmeter großen Areal in Gabersdorf eine Photovoltaik-Großanlage mit 6.000 Quadratmetern Kollektorfläche gebaut und mit den Ressourcen einer bereits bestehenden Biogasanlage kombiniert. Mit dem damit jährlich produzierbaren rund 300 Tonnen Wasserstoff könnte etwa ein Wasserstoffauto über 40 Millionen Kilometer zurücklegen. Mit der Wolfram Bergbau & Hütten AG (Sandvik-Konzern) wurde bereits ein erster Liefervertrag unterzeichnet. Das Industrie-Unternehmen mit Sitz in St. Martin im Sulmtal hat sich ab Oktober 2022 eine Menge von rund 70 Tonnen jährlich für die Produktion gesichert.

Gefördert wird das Projekt "Renewable Gasfield" vom Klima- und Energiefonds, der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) sowie Kommunal Kredit Public Consulting. Es wird unter der Leitung der Energie Steiermark gemeinsam mit den Energienetze Steiermark GmbH und u.a. der Montanuniversität Leoben, der Grazer HyCentA Research GmbH sowie der Energie Agentur Steiermark durchgeführt. (apa/red)