Im Fahrtest: Land Rover Evoque S P300e AWD

Elektrifizierte Premiumklasse

Hätte man sich vor einiger Zeit sicher noch nicht vorstellen können, ist mittlerweile jedoch normal. Die Kraftkerle dieser Straßen laufen nun ebenfalls unter elektrischer Flagge.

Die aktuellen und nahenden CO2-Vorschriften der EU machen es möglich. Innerhalb kürzester Zeit rollten in sämtliche Herstellerflotten Fahrzeuge mit rein elektrischem oder zumindest elektrifiziertem Antrieb und sollen so dafür sorgen, die durchschnittlichen Emissionen unter den vorgeschriebenen Wert zu drücken. So auch Land Rover, beispielsweise mit dem Evoque.

Karosserie/Innenraum

Darüber müssen wirklich nicht allzu viele Worte verloren werden – ein Range Rover wirkt ganz einfach. Egal, um welches Modell es sich handelt, die Aufmerksamkeit und Straßenpräsenz ist absolut gewiss. Was noch das Auge des Betrachters auf sich zieht, sind die Matrix-LED-Scheinwerfer vorne. Oder die aus- fahrbaren Türgriffe, die sich ansonsten bündig in die Karosserie zurückziehen. Durch die stark abfallende Dachlinie wird seine Sportlichkeit unterstrichen und generell spricht das Design einfach an. Klarerweise verlangen Land-Rover-Kunden weiters ein anspruchsvolles Interieur inklusive hochwertiger Materialien.

Und auch hier enttäuscht er nicht. Schnörkellos, minimalistisch, übersichtlich – das alles mit einem luxuriösen Touch ist es, was Fahrzeuge dieser Marke ausmacht. Das digitale Fahrerdisplay versorgt den Fahrer ebenso ansprechend mit diversen Informationen wie die beiden Bild- schirme in der Mittelkonsole. Für Navigationsbedienung & Co. Geschaltet wird per Joystick und auf Wunsch liefert ein Head-up-Display benötigte Informationen in das Sichtfeld des Fahrers. Abgerundet wurde das Loungefeeling in unserem Fahrzeug durch den schwarzen Dachhimmel. 

Motor/Getriebe

Kommen wir also zum Antrieb, der in diesem Fall die Hauptrolle spielt. Denn im Test hatten wir den P330 e – ein Plug-in-Hybrid. Die Kombination besteht in diesem Fall aus einem 1.5-Liter-Dreizylinder-Turbo mit 200 PS sowie einem 109 PS starken Elektromotor, somit sorgen sie für eine Systemleistung von 309 PS. Die elektrische Reichweite liegt laut Herstellerangaben bei rund 55 km – klarerweise unter anderem abhängig vom Fahrverhalten. Gleiches Verhalten wie bei anderen Plug-in-Modellen: Beim Kickdown dreht er relativ weit nach oben und macht sich so bemerkbar. Sorgt für einen relativ hohen Verbrauch. Aber dafür kann man ja beispielsweise innerstädtisch elektrisch unterwegs sein. 

Fahrwerk/Bremsen

Gekonnt federt er etwaige Unebenheiten oder Querrillen weg und befördert so die Insassen komfortabel von A nach B. Hier bekommt er die volle Punkteanzahl. Und einem Ausflug ins Gelände steht auch nichts im Wege. So zwischendurch.

Fazit

Es werden uns noch mehr Plug-in-Hybride über den Weg fahren, sie sind prinzipiell auch eine ganz feine Sache. Nur mit der Gesamtreichweite hatten bisher alle ein gewisses Problem. Mehr als 500 km sind es meist nicht. Für Vielfahrer möglicherweise ein wenig nervig. (kt)