Französisches Kultmobil

Die Ente feiert ihren 70. Geburtstag

Lange ist es her, dass das französische Kultauto von Citroën erstmals auf dem Pariser Automobilsalon interessierte Blicke auf sich zog; es war der 7. Oktober 1948. Nun feiert es den siebzigsten Geburtstag. In einer Fotostrecke Sehen Sie die Meilensteine.

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© Citroen

Prototyp TPV („Toute petite voiture“)

Konzipiert wurde das Fahrzeug insbesondere für die arbeitende Klasse. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs galt das Automobil noch als Luxusobjekt. Bis 1990 wurden mehr als 5,1 Millionen Citroën 2CV (inklusive Kastenwagen) verkauft.

Ein radikal minimalistischer Kleinwagen sollte entwickelt werden. „Entwerfen Sie ein Auto, das Platz für zwei Bauern in Stiefeln und einen Zentner Kartoffeln oder ein Fässchen Wein bietet, mindestens 60 km/h schnell ist und dabei nur drei Liter auf 100 km verbraucht... Es muss ausgesprochen gut gefedert sein, sodass ein Korb voll mit Eiern eine Fahrt über holprige Feldwege unbeschadet übersteht..... “, sollen die Anforderungen an den Konstrukteur André Lefèbvre gelautet haben. Der Kriegsbeginn verhinderte die Vorstellung des neuen Kleinwagens, von dem 250 Prototypen gebaut wurden.

 

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Prototyp TPV („Toute petite voiture“)

Konzipiert wurde das Fahrzeug insbesondere für die arbeitende Klasse. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs galt das Automobil noch als Luxusobjekt. Bis 1990 wurden mehr als 5,1 Millionen Citroën 2CV (inklusive Kastenwagen) verkauft.

Ein radikal minimalistischer Kleinwagen sollte entwickelt werden. „Entwerfen Sie ein Auto, das Platz für zwei Bauern in Stiefeln und einen Zentner Kartoffeln oder ein Fässchen Wein bietet, mindestens 60 km/h schnell ist und dabei nur drei Liter auf 100 km verbraucht... Es muss ausgesprochen gut gefedert sein, sodass ein Korb voll mit Eiern eine Fahrt über holprige Feldwege unbeschadet übersteht..... “, sollen die Anforderungen an den Konstrukteur André Lefèbvre gelautet haben. Der Kriegsbeginn verhinderte die Vorstellung des neuen Kleinwagens, von dem 250 Prototypen gebaut wurden.

 

Modell Citroën 2CV

Am 7. Oktober 1948 wurde der Citroën 2CV, ein im Vergleich zum TPV komplett überarbeitetes Modell, schließlich auf dem Pariser Salon präsentiert. Beim Anblick der 2CV-Karosserie bezeichnete ein niederländischer Journalist das neue Modell als „hässliches Entlein“ und begründete mit dieser Aussage den insbesondere im deutschsprachigen Raum üblichen Spitznamen und den Kult des Citroën 2CV. „Eine Konservendose, Modell freies Campen für vier Sardinen“, urteilte die satirische Wochenzeitung „Le Canard enchaîné“ einst. Dieser Worte zum Trotz konnte der Citroën 2CV mit seinem kultigen Charme überzeugen.  

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Erfolgreiches Studenten-Mobil 

Aufgrund der knappen Rohstoffe konnte Citroën anfangs nur eine geringe Stückzahl der Ente produzieren. So entstanden kurzzeitig Wartelisten von bis zu sechs Jahren. Der Kaufpreis für den Citroën 2CV war sehr niedrig, ebenso die Unterhaltskosten auf Grund der einfachen Technik. Und der kleine Hubraum schlug sich in einer günstigen Steuerklasse nieder. Dies trug früh dazu bei, dass die Ente später vor allem im deutschsprachigen Raum zu einem typischen Studentenauto avancierte und Ausdruck einer nonkonformistischen und konsumkritischen Lebenshaltung wurde.

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Karosserie und Fahrwerk

Der viertürige Stahlaufbau des Citroën 2CV war nicht selbsttragend konstruiert und wie die meisten Anbauteile mit dem Fahrgestell, einem Kastenrahmen, verschraubt. Statt eines festen Fahrzeugdachs aus Stahl war das Fahrzeug mit einem aufrollbaren Verdeck aus Vinyl ausgestattet, um eben Stahlbleche zu sparen und das Fahrzeug leichter zu machen. Die Einfachheit der gesamten Karosserie ermöglichte eine kostengünstige Produktion. Anfangs waren alle Fahrzeuge rundum mit Trommelbremsen ausgerüstet. Ab 1981 wurden vorne Scheibenbremsen eingebaut.

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Motorisierung

Der neu entwickelte, luftgekühlte Zweizylinder-Boxermotor mit einem Hubraum von anfangs 375 cm3 leistete 6,6 kW (9 PS) und war erstmals serienmäßig mit einem Viergang-Getriebe ausgerüstet. Es folgten zahlreiche weitere Entwicklungsstufen. Dabei hatte der ab 1970 in den Citroën 2CV6 eingebaute 602 cm3-Motor zunächst 21 kW (28 PS). Bei allen Citroën 2CV war es möglich, den Motor mit Hilfe der Wagenhebelkurbel zu starten.

Die erste Ausführung des Citroën 2CV mit 9 PS erreichte eine Höchstgeschwindigkeit von rund 70 km/h. Die letzten Typen mit 29 PS Leistung schafften Spitzengeschwindigkeiten von 113 km/h. Die Ente ist eines der wenigen Fahrzeuge, deren Leistung der Basismotorisierung sich im Laufe der Entwicklungsstufen deutlich mehr als verdreifachte.

 

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"Kastenente"

Der im Frühjahr 1951 eingeführte Lieferwagen auf 2CV-Basis unterschied sich von der Limousine ab der B-Säule durch einen kastenartigen geräumigen Laderaum. Die Beladung der Kastenente erfolgte über zwei Flügeltüren am Heck. Zum Einsatz kam der 2CV Lieferwagen häufig im öffentlichen Dienst – beispielsweise beim französischen Straßenrettungsdienst oder als Postfahrzeug in Belgien.

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Hier zu sehen: Die Ente in einer speziellen "Anglaise-Version". 

Die Ente war sich in den 70er Jahren auch für Rennen wie diesen nicht zu schade und entpuppte sich als erstaunlich robust. 

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Spartanisch, aber dennoch mit pfiffiger Eleganz: So zeigt sich das Interieur des französischen Kultautos. 

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Statt Gurten musste sich noch gut festgehalten werden.