Morning Briefing - 06.05.2019

Deutsche Autobauer von SPD-Sager wenig angetan - Startschuss für neue App zur besseren Verkehrsplanung - ÖAMTC warnt vor erheblichen Staus auf Triester Straße

Das Wichtigste in Kürze zusammengefasst.

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Deutsche Autobauer von SPD-Sager wenig angetan

Die Betriebsräte von BMW und Daimler kritisierten die Äußerungen von Juso-Chef Kevin Kühnert zur staatlichen Enteignungen großer Unternehmen. Konkret ließ Kühnert mit dem Sager aufhorchen, dass ohne Kollektivierung eine Überwindung des Kapitalismus nicht denkbar sei. Damit eckte er bei den beiden deutschen Autoherstellern offenbar an. "Ich teile die Meinung, dass die SPD für Arbeiter immer schwerer wählbar wird", sagte der Vorsitzende des Gesamtbetriebsrats bei Daimler, Michael Brecht, der Zeitung "Bild" (Samstagsausgabe). Laut Kühnert sei der Kapitalismus bereits in viel zu viele Lebensbereiche vorgedrungen: "So können wir auf keinen Fall weitermachen", sagte Kühnert. Obwohl Kühnert mit seinen Ansichten nicht alleine steht, musste er für seine Aussagen teils heftige Kritik einstecken, auch aus der eigenen Partei. "Die empörten Reaktionen zeigen doch, wie eng mittlerweile die Grenzen des Vorstellbaren geworden sind", sagte er nun dem "Spiegel". "Da haben 25 Jahre neoliberaler Beschallung ganz klar ihre Spuren hinterlassen."

Startschuss für neue App zur besseren Verkehrsplanung

Stau auf der Straße und kein Weiterkommen und der Termindruck nimmt zu. Doch eine neue App soll Abhilfe schaffen. Sie soll das öffentliche Verkehrsnetz mit den vorhandenen „Park & Ride“-Parkmöglichkeiten sinnvoll verbinden, um die Straße zu entlasten. Das ist zwar noch ein Blick in die nahe Zukunft, aber die ÖBB-Infrastruktur und das Land Niederösterreich starten gerade gemeinsam die konkreten Vorbereitungen dazu. Die „Park & Ride“-Anlagen in St. Valentin, Stadt Haag, Ernsthofen und Ennsdorf mit zusammen mehr als 700 Pkw-Stellplätzen wurden zu einer Pilotregion zusammengefasst. Jeder einzelne Parkplatz erhält einen Sensor, der zuverlässig die Belegung meldet. Die Belegungs-Daten werden zusammengefasst und in Echtzeit in ein System eingespielt, das nicht nur den aktuellen Ist-Zustand wiedergibt, sondern auch aufgrund von Erfahrungswerten Prognosen über die Auslastung abgibt. Wer also gerade von zu Hause oder vom Büro zum Bahnhof fährt, kann sich künftig prognostizieren lassen, wie die Parkplatzsituation beim Eintreffen sein sollte. Das Ziel ist es auch, dass Auto einmal öfters stehen zu lassen und das Angebot des öffentlichen Verkehrsnetzes zu nutzen. 

ÖAMTC warnt vor erheblichen Staus auf Triester Straße 

Ab Mittwoch, 8. Mai, müssen sich Autofahrer laut ÖAMTC auf erhebliche Staus auf der Triester Straße sowie rund um den Matzleinsdorfer Platz einstellen. Die Reinprechtsdorfer Straße wird ab Matzleinsdorfer Platz stadteinwärts gesperrt. Grund ist der U-Bahnbau und die Neugestaltung der wichtigen Verbindung in Margareten. In den darauffolgenden Tagen wird die Einbahn in der Reinprechtsdorfer Straße von Margaretenstraße bis Wiedner Hauptstraße eingerichtet. Umgeleitet wird über Wiedner Hauptstraße und Ramperstorffergasse. Schnell wird das Ganze nicht vorbei sein. Die Sperre wird mehrere Jahre andauern. Auch die Buslinien 12A und 14A sind betroffen. Die ÖAMTC-Experten befürchten auf der ohnehin stark überlasteten Triester Straße erhebliche Staus und Verzögerungen. Auch rund um den Matzleinsdorfer Platz beziehungsweise rund um die Reinprechtsdorfer Straße wird der Verkehr zeitweise zum Erliegen kommen.