Wirtschaft

Chinesischer Automarkt setzte 2020 Schrumpfkurs fort

Obwohl sich der weltgrößte Automarkt rascher als andere Märkte von den Folgen des Coronavirus erholt, schrumpfte auch dieser 2020 deutlich.

Wie internationale Medien berichten, ist der für die deutschen Autobauer immens wichtige chinesische Automarkt im vergangenen Jahr zum dritten Mal hintereinander geschrumpft. Die Verkäufe von Autos an Endkunden fielen um 6,8 Prozent auf 19,6 Millionen Fahrzeuge, wie der Branchenverband PCA (China Passenger Car Association) am Montag in Peking mitteilte.

Vor allem im Frühjahr hatte der Ausbruch der Corona-Pandemie das Wirtschaftsleben und damit auch die Autonachfrage im Land nahezu lahmgelegt, danach war die Industrie im Land aber zügig wieder auf die Beine gekommen. Doch einen Lichtblick gab es bereits für die Autobauer. Im Dezember 2020 gab es im Vorjahresvergleich mit plus 6,5 Prozent auf 2,32 Millionen Autos ein Wachstum der Verkäufe von Pkw, SUV und kleineren Mehrzweckfahrzeugen.

Der chinesische Markt ist mit Abstand der wichtigste Einzelmarkt von Volkswagen (inklusive der Töchter Audi und Porsche) sowie Daimler und BMW. Bereits 2018 und 2019 war der Markt nach Jahrzehnten des Wachstums geschrumpft. Die chinesische Regierung kurbelte die Verkäufe nach dem Corona-Einbruch mit Förderungen an. Im zweiten Halbjahr 2020 gab es daher oft prozentual zweistellige Zuwachsraten.

Vergangene Woche hatte bereits der Herstellerverband CAAM (China Association of Automobile Manufacturers) vorläufige Zahlen berichtet. Der Absatz der Hersteller von Autos und Nutzfahrzeugen an die Händler ist demnach im Gesamtjahr um 1,9 Prozent auf 25,3 Millionen Stück zurückgegangen