Morning Briefing - 02.12.2019

BMW baut Dingolfing um 400 Millionen Euro aus - Breitbandmilliarde: BMVIT geht in weitere Phase - Renault-Nissan will sich auf F&E fokussieren 

Das Wichtigste in Kürze.

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BMW baut Dingolfing um 400 Millionen Euro aus 

Wie mehrere Quellen berichten, investiert BMW rund 400 Millionen Euro für einen Umbau der Produktion auf das neue Elektroauto "iNext". Mit dem Anlauf des Modells ab 2021 könne das Montagewerk Dingolfing Fahrzeuge mit allen Antriebsformen - Batterie, Plug-in-Hybrid und Verbrennungsmotor - auf einem Band produzieren, teilte der Autohersteller am Montag mit. Damit sei BMW bestmöglich für die unterschiedlichen Marktanforderungen gerüstet, erklärte Produktionschef Milan Nedeljkovic. “Wir sind überzeugt, dass es in den nächsten Jahren weltweit nicht die eine Lösung für alle Mobilitätsanforderungen unserer Kunden geben wird. Vielmehr erwarten wir einen Mix aus unterschiedlichen Antriebsformen.” Die Fabrik werde außerdem auf die Serienfertigung hochautomatisiert fahrender Autos vorbereitet. 

Breitbandmilliarde: BMVIT geht in weitere Phase 

Das BMVIT geht mit Ausschreibungen von insgesamt 60,5 Millionen Euro in eine weitere Phase über. Das Ausschreibungsprogramm zielt darauf ab, leistungsfähige Glasfasernetze weiter auszudehnen und damit größere Flächen mit Breitband-Internet zu versorgen, das in weiterer Folge auch für automatisierte beziehungsweise autonome Fahrprozesse genutzt werden soll. In der aktuellen Ausschreibung stehen 42,3 Millionen Euro zu Verfügung. Die Ausschreibung endet am 27. März 2020. Im "Backhaul"-Programm wird durch die Anbindung von Mobilfunkmasten sowie regionaler Netze an das Glasfasernetz die Leistungsfähigkeit bereits bestehender Infrastrukturen erhöht. Das "Leerrohr"-Programm richtet sich vorrangig an Gemeinden, die Grabungsarbeiten durchführen oder dies vorhaben. Dabei können sie kostengünstig zusätzliche Rohre für neue Breitbandleitungen mitverlegen. Insgesamt stehen in der aktuellen Ausschreibung 12,1 Millionen Euro zur Verfügung.

Renault-Nissan will sich auf F&E fokussieren 

Beide Autokonzerne haben sich darauf verständigt im kommenden Jahr ein neues Unternehmen zu gründen, dass sich auf die Bereiche Forschung und Entwicklung automobiler Technologien fokussiert, berichtet die japanische Zeitung Kyodo News. Die Allianz-Partner werden gemeinsam mit Mitsubishi Motors konkrete Pläne im Jänner bekannt geben, sollen Insider der Zeitung gesagt haben. Hadi Zablit soll die Rolle des Generalsekretärs übernehmen, hieß es wiederum in französischen Medien. Der 49-Jährige ist unter anderem Entwicklungschef bei modularen Fahrzeugplattformen im Kleinwagen-Segment der Renault-Nissan-Allianz. Zuletzt musste die Allianz zwischen dem französischen Autohersteller Renault und Nissan zurückstecken, als Ex--Chef Carlos Ghosn wegen finanziellem Fehlverhalten vor einem Jahr in Tokio verhaftet wurde.