Morning Briefing - 01.04.2019

Autonomes Fahren: Erste länderübergreifende Tests - ARBÖ warnt vor Mini-Jetlag durch Zeitumstellung - Daimler bringt Patent-Beschwerde gegen Nokia ein

Das Wichtigste des Tages in Kürze zusammengefasst.

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Autonomes Fahren: Erste länderübergreifende Tests

Medienberichten zufolge soll ein Testgebiet für automatisiertes und vernetztes Autofahren bis Ende des Jahres im Dreiländereck von Deutschland, Luxemburg und Frankreich entstehen. Es geht darum, verschiedene Komponenten beim grenzüberschreitenden Verkehr auszuprobieren. So gibt es in den drei Ländern unterschiedliche Ampeln, Straßenschilder und Mobilfunksysteme. „Wir sind das erste grenzüberschreitende Testfeld in Europa überhaupt“, sagte der luxemburgische Verkehrsminister Francois Bausch. Die Fahrzeuge sollen auf dem Straßennetz von Merzig über Saarlouis und Saarbrücken nach Metz in Frankreich und weiter nach Luxemburg unterwegs sein. Bei den Tests sollen stets Menschen in den Autos mitfahren. Man hoffe, künftig auch Start-up-Firmen als Interessenten und weitere Projekte für das Testfeld zu gewinnen, fügte Bausch hinzu. Bisher seien bereits Siemens, die luxemburgische Post und der französische Autohersteller PSA (Renault/Citroën) beteiligt. Die ersten konkreten Projekte sollen am Mittwoch in Schengen vorgestellt werden.

ARBÖ warnt vor Mini-Jetlag durch Zeitumstellung

In der Nacht von Samstag auf Sonntag wird wieder an der Uhr gedreht. In den ersten Tagen nach der Zeitumstellung kann es zu einem kleinen „Mini-Jetlag“ kommen, der sich durch große Müdigkeit, Konzentrationsschwäche, Erschöpfung und Antriebslosigkeit bemerkbar macht. Der Körper verbraucht durch die Umstellung der „inneren Uhr“ mehr Energie und das schlägt sich mitunter in Übermüdung, Herz-Kreislauf-Problemen sowie Schlafstörungen nieder. „Trotz der nur geringen Zeitumstellung kann es passieren, dass man aus dem „normalen“ Rhythmus gerät, morgens verschläft und dadurch in Zeitnot gerät, warnt Patricia Prunner, ARBÖ-Verkehrspsychologin. „Stresssituationen sollten im Straßenverkehr grundsätzlich vermieden werden, denn diese erhöhen die Wahrscheinlichkeit von Fahrfehlern und Regelübertretungen, den Aggressionspegel und damit natürlich im Endeffekt auch die Unfallgefahr enorm“, so die Verkehrspsychologin weiter. Der ARBÖ rät Autofahrern für die Tage nach der Umstellung genug Zeit einzuplanen und mehr Pausen einzulegen. 

Daimler bringt Patent-Beschwerde gegen Nokia ein

Der deutsche Premiumhersteller hat bei den europäischen Wettbewerbshütern Beschwerde gegen Patente des finnischen Netzwerkausrüsters Nokia eingereicht. Das bestätigten ein Sprecher der EU-Kommission und der deutsche Autobauer. Die Patente betreffen die Kommunikation zwischen Fahrzeugen (Car-to-Car-Communication). Daimler erklärte: "Wir möchten klären lassen, wie für Telekommunikationsstandards essenzielle Patente in der Automobilindustrie zu lizenzieren sind." Ein fairer und nicht-diskriminierender Zugang zu diesen Standards für alle Benutzer seien eine wichtige Voraussetzung für die Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen beim vernetzten Fahren. Ein Nokia-Sprecher sagte: "Daimlers Vorwürfe in der Beschwerde an die EU sind nur die jüngsten in einer langen Reihe von Schritten, um Lizenznahmen zu umgehen." Der Streit unterstreicht, dass Technologie- und Mobilfunkfirmen eine immer wichtigere Rolle in der Automobilbranche spielen. Denn sie liefern Technologien, die unter anderem in Navigationssystemen und selbstfahrenden Autos eingesetzt werden.