Ikone

Aston Martin baut den DB5 von James Bond nach

Erstmals seit 55 Jahren wagt sich der britische Luxuswagenhersteller wieder an den DB5. Das Kultmobil soll nicht nur in begrenzter Zahl nachgebaut werden, es sollen auch die technischen Raffinessen aus der Filmreihe hineingepackt werden.

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© Aston Martin

Der silberfarbene Aston Martin DB5 ist zweifelsohne eine Ikone. Der Wagen hat nicht nur ein formschönes Äußeres, er half dem britischen Geheimagenten James Bond auch in so mancher Situation zur erfolgreichen Flucht und war bis oben hin mit ausgeklügelten Gadgets vollgestopft, die Filmbösewichten das Fürchten lehren sollten. 

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Der silberfarbene Aston Martin DB5 ist zweifelsohne eine Ikone. Der Wagen hat nicht nur ein formschönes Äußeres, er half dem britischen Geheimagenten James Bond auch in so mancher Situation zur erfolgreichen Flucht und war bis oben hin mit ausgeklügelten Gadgets vollgestopft, die Filmbösewichten das Fürchten lehren sollten. 

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Im August 2018 gab die britische Luxuswagenschmiede Aston Martin bekannt, 25 Fahrzeuge nach Vorlage des DB5 zu bauen. Doch damit nicht genug. Die besonderen Apparate, die erstmals im Filmklassiker Goldfinger zu sehen waren, will Aston Martin nun in diese DB5's stecken. Dabei soll sogar der britische Effektspezialist und Oscarpreisträger Chris Corbould von EOS Productions mit einem Team zur Seite stehen. Jener Firma, die sich für die James-Bond-Filmreihe verantwortlich zeigt. 

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Gebaut werden die 25 DB5's in Newport Pagnell, Buckinghamshire. Genau dort, wo auch die 898 originalen DB5 Sportwagen in Farbe Weißbirke zwischen 1963 und 1965 hergestellt wurden. In den Filmen übernahm der fiktive Charakter "Q", als Leiter der britischen Geheimdienst-Abteilung Q des MI6, die Rolle des Tüftlers, der durch seine trickreichen Vorrichtungen James Bond in so mancher Situation das Leben retten konnte. 

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Darunter etwa drehbare Nummernschilder, eine Vorrichtung am Heck, um Rauch abzugeben, Maschinengewehre an raffinierten Stellen und selbst Rammböcke, die Angreifer von der Straße abdrängen sollten. Angst um ihr Leben müssen aber keine anderen Verkehrsteilnehmer haben, sollten sie künftig einem dieser DB5's am Montagmorgen begegnen. 

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Bei all diesen Kuriositäten ist es wohl offensichtlich, dass die damit ausgestatteten Fahrzeuge keine Straßenzulassung erhalten werden. Die Apparate aus dem Film an realen Fahrzeugen umzusetzen, ist dabei gar nicht so einfach. "Die Herausforderung ist es, die Gadgets aus der Filmwelt nachzubauen und in die Konsumentenwelt zu transferieren", sagt Chris Corbould. 

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Der Unterschied zur Filmwelt ist offensichtlich. "Im Film haben wir vier verschiedene Fahrzeuge, um vier verschiedene Vorrichtungen unterzukriegen. Diesen Luxus haben wir im realen Leben bei diesen DB5's nicht, da alle Vorrichtungen in einem Fahrzeug gleichzeitig zu funktionieren haben." 

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Selbst wenn die Vorrichtungen nicht ganz den Filmtatsachen entsprechen, um Kunden von blöden Gedanken abzuhalten. Soll das Arsenal an Möglichkeiten doch ähnlich bleiben: So werden einfach einige der Effekte simuliert. Zum Beispiel die beiden Maschinengewehre im äußeren Frontbereich oder ein Radarschirm zur Verfolgung von Feinden im Inneren. 

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Chris Corbould ist vor allem mit den Maschinengewehr-Attrappen, dem Rauchgitter am Heck und der Ölspur-Vorrichtung beschäftigt. Die Ingenieure von Aston Martin produzieren die anderen Vorrichtungen. 

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Insbesondere die Waffen, die aus den Frontlichtern kommen, stellten eine Herausforderung dar. "In der Filmwelt greifen wir auf Brenngas in Kombination mit einer Zündvorrichtung zurück, um eine Flamme mit Knalleffekt zu erzeugen. Leider ist das nichts für ungeschulte Hände, wodurch wir auf ein anderes System umsteigen mussten, um einen entsprechenden Effekt zu erzielen." 

 

Einen Wermutstropfen gibt es bei aller Liebe zum Detail dann doch. Ein DB5 im James-Bond-Stil wird 2.75 Millionen britische Pfund kosten. Erste Auslieferungen an Kunden werden im kommenden Jahr starten.