Kfz-Wirtschaftstag in Linz : 44. Tag der Kfz-Wirtschaft Oberösterreich mit 320 Besuchern in Linz

(v.l.:) Adolf Seifried, Landesgremialobmann Fahrzeughandel, Wolfgang Wurm, Geschäftsführer Porsche Austria, Autohaus-Marketing-Experte Andreas Kühnen, Roman Keglovits-Ackerer, Bundesinnungsmeister Fahrzeugtechnik, und Daniel Holzinger, der neue Landesinnungsmeister der Fahrzeugtechnik 

(v.l.:) Adolf Seifried, Landesgremialobmann Fahrzeughandel, Wolfgang Wurm, Geschäftsführer Porsche Austria, Autohaus-Marketing-Experte Andreas Kühnen, Roman Keglovits-Ackerer, Bundesinnungsmeister Fahrzeugtechnik, und Daniel Holzinger, der neue Landesinnungsmeister der Fahrzeugtechnik  

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Wie WKOÖ-Vizepräsident Michael Pecherstorfer betonte, dreht sich die Wirtschaftslage aktuell in Richtung leichter Aufschwung. Herausfordernd bleiben allerdings die Themen Löhne, Material, Energie, Bürokratie, sowie der Mangel an Arbeits- und Fachkräften. Hier wünscht sich Pecherstorfer unter anderem mehr Anreize für Vollzeitarbeit oder flexiblere Modelle fürs Arbeiten im Alter. Man habe einiges erreicht, aber manches, wie etwa ein zweites Entbürokratisierungspaket, müsse noch folgen, so der WKOÖ-Vizepräsident. Im Handel sieht Spartenobmann Martin Sonntag eine Trendwende seit dem Weihnachtsgeschäft 2025 gekommen. Auch Markus Redl, Obmann der Sparte Gewerbe und Handwerk, ortete erfreuliche Anzeichen für eine Rückkehr zum Wachstum. Und auch er bezeichnete die in den letzten Jahren aus dem Ruder gelaufenen Lohnkosten als Hemmschuh Nummer eins.  

Premiere für Landesinnungsmeister Fahrzeugtechnik

Seinen ersten Tag der OÖ Kfz-Wirtschaft als neuer Landesinnungsmeister Fahrzeugtechnik hatte Daniel Holzinger, der sich für die Modernisierung der Ausbildung für Kfz-Techniker und Karosserietechniker stark macht.  Im Herbst startet hier die neue Ausbildungsordnung. Dranbleiben möchte man auch bei der für die Verkehrssicherheit bedenklichen Intervalländerung beim Autopickerl. Adolf Seifried, Obmann des Landesgremiums des Fahrzeughandels, verwies auf einen Erfolg, der ohne Beharrlichkeit der Interessenvertretung nicht möglich gewesen wäre. Bei der NoVA-Rückvergütung beim Export von Fahrzeugen, die entgegen den ursprünglichen Plänen der gänzlichen Abschaffung ab 1. Juli 2026 auf Fahrzeuge mit einer Zulassung von maximal vier Jahren eingeschränkt wurde. Weitere Herausforderungen sind für die Branche laut Seifried die rechtlich unsichere Lage bei den Vertriebssystemen oder der digitale Autohandel. 

Tücken im digitalen Vertrieb

Unter dem Titel „Revolution im Autohandel“ widmete sich Autohaus-Marketing-Experte Andreas Kühnen dem Thema digitalen Vertrieb. „Viele Autohäuser haben ihren digitalen Vertrieb auf einem Fundament aufgebaut, das ihnen nicht gehört, den großen Fahrzeugbörsen“, sagt er und verweist auf die Folgen in Form von hohen Abhängigkeiten, steigenden Vertriebskosten und sinkender Kontrolle. Kühnen zeigte auf, welche neuen Möglichkeiten 2026 entstehen, um diese Abhängigkeit zu reduzieren, und wie man gleichzeitig die digitale Sichtbarkeit weiter erhöhen kann — von SEO zu GEO, von Google AI-Modus über Google Vehicle Ads bis zu wissenschaftlich fundierten Methoden aus der Verkaufspsychologie. 

Walter Enser und Helmut Stuphann, Robert Bosch AG, blickten schließlich in die „Werkstatt und Mobilität der Zukunft“. Sie zeigten praxisnah auf, welche konkreten Auswirkungen die wandelnde und komplexe Mobilitätslandschaft — Stichworte: Automatisierung, Elektrifizierung, Digitalisierung, künstliche Intelligenz, autonomes Fahren — auf Ausrüstung, Personal, Know-how, Aus- und Weiterbildung sowie Arbeitsschutz in den Kfz-Werkstätten haben wird.