Autonomes Fahren : Warum Europas Autofahrer bei autonomer Mobilität noch zögern
XPENG stellt Studie zur Akzeptanz und Vertrauen in KI-Technologie vor.
- © XPENGEine von XPENG in Auftrag gegebene internationale Studie zeigt eine deutliche Diskrepanz zwischen der Akzeptanz von Künstlicher Intelligenz (KI) und dem Vertrauen in autonome Systeme. Zwar geben 82 Prozent der Europäer an, KI zu verstehen, doch nur 13 Prozent würden derzeit in ein vollständig autonom fahrendes Fahrzeug einsteigen. In China liegt dieser Wert bei 70 Prozent.
Die Untersuchung wurde von der unabhängigen Marktforschungsagentur Improof Research durchgeführt. Befragt wurden mehr als 5.100 Personen in Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Spanien, Schweden und Polen sowie zusätzlich rund 1.000 Personen in chinesischen Metropolen.
Deutschland sieht Potenzial, bleibt aber skeptisch
Besonders zurückhaltend zeigt sich laut Studie die deutsche Bevölkerung. Zwar sind 59 Prozent der Befragten der Ansicht, dass Deutschland bei der Einführung von KI hinter anderen Ländern zurückliegt, gleichzeitig würden jedoch nur 10 Prozent heute in ein vollständig autonomes Fahrzeug einsteigen. Damit zählt Deutschland zu den skeptischsten Märkten Europas.
Nach Einschätzung der Studienautoren liegt die Herausforderung weniger in der Technologie selbst als vielmehr im Vertrauen. Deutsche Verbraucher nennen vor allem Sicherheit, Transparenz und unabhängige Zertifizierungen als entscheidende Voraussetzungen für die Akzeptanz autonomer Mobilität.
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Fahrerassistenz wird akzeptiert, vollständige Autonomie weniger
Die Studie zeigt, dass KI-gestützte Fahrerassistenzsysteme deutlich höhere Zustimmung erhalten als vollständig autonome Funktionen. Zwischen 42 und 53 Prozent der europäischen Befragten fühlen sich mit Systemen wie adaptivem Tempomat, Verkehrszeichenerkennung oder Spurhalteassistenten wohl. Sinkt der menschliche Einfluss und trifft die KI eigenständige Entscheidungen, nimmt die Zustimmung deutlich ab.
Zugleich zeigt sich, dass Vertrautheit mit KI nicht automatisch Vertrauen bedeutet. Obwohl 82 Prozent der Europäer angeben, mit KI vertraut zu sein, fühlen sich lediglich 21 Prozent mit sogenannter physischer KI wohl. Viele Menschen nutzen KI-gestützte Funktionen bereits regelmäßig, nehmen diese jedoch nicht bewusst als KI wahr.
Nachhaltigkeit kann Akzeptanz fördern
Laut Studie würden 57 Prozent der Europäer KI-basierte Mobilitätslösungen positiver bewerten, wenn deren Beitrag zur Nachhaltigkeit und Emissionsreduktion glaubwürdig nachgewiesen werden könnte. Nachhaltigkeit wird damit als wichtiger Faktor für die gesellschaftliche Akzeptanz neuer Technologien gesehen.
Die Untersuchung zeigt zudem deutliche Unterschiede innerhalb Europas. Spanien gilt als besonders offen gegenüber KI in der Mobilität. Dort vertrauen 63 Prozent der Befragten KI-Systemen im Auto, während sich 32 Prozent mit physischer KI wohlfühlen. Großbritannien und Schweden weisen mit 34 beziehungsweise 32 Prozent deutlich niedrigere Vertrauenswerte auf.
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Menschliche Kontrolle bleibt zentrale Anforderung
Als größte Sorge nennen europäische Verbraucher den Verlust menschlicher Kontrolle über Maschinen. 61 Prozent der Befragten sehen darin ein Risiko. Weitere 46 Prozent befürchten negative Auswirkungen auf Arbeitsplätze.
Die Studienergebnisse legen nahe, dass die größte Herausforderung für autonome Mobilität in Europa nicht technischer Natur ist. Entscheidend seien vielmehr nachvollziehbare Prozesse, transparente Regulierung und unabhängige Prüfungen. Europäische Verbraucher akzeptieren KI insbesondere dann, wenn sie als Unterstützung menschlicher Entscheidungen wahrgenommen wird und nicht als eigenständiger Entscheidungsträger auftritt.
„Physische KI wird die Mobilität und den Alltag nachhaltig verändern. Doch technologische Innovation allein reicht nicht aus. Entscheidend ist, dass Menschen dieser Technologie vertrauen“, sagt Dr. Brian Gu, Vice Chairman und Präsident von XPENG.