E-Fuels

Das sind die Forderungen der eFuel Alliance in Deutschland

Die Umsetzung des Green Deals in der Bundesrepublik Deutschland ist der richtige Schritt die Klima-Kehrtwende herbeizuführen, betont die eFuel Alliance in Deutschland. Jedoch müssten nicht extra neue Fahrzeuge in den Markt kommen. Mit E-Fuels ließen sich auch die Bestände CO2-ärmer gestalten.

Die eFuel Alliance bekennt sich zu den Pariser Klimazielen und bestätigt die deutsche Bundesregierung darin, die daraus abgeleiteten Klimaziele der Europäischen Union umzusetzen: 55 % im Vergleich zu 1990 bis 2030 und unbedingte Klimaneutralität bis 2050. „Der Kampf gegen den Klimawandel ist eine Generationenaufgabe, deren Lasten gleichmäßig auf die Generationen verteilt werden müssen,“ betont Ralf Diemer, Geschäftsführer der eFuel Alliance. 

Es war immer äußerst fraglich, dass das gewählte Instrument der deutschen Bundesregierung jährliche und tonnenscharfe Sektorziele vorzuschreiben, sinnvoll ist, weil eine derartige Klimaplanwirtschaft nur wenig Raum für die Realität lässt. Somit sei die jüngste Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts nur richtig und konsequent, so Diemer. Wieder einmal wird aus Sicht der eFuel Alliance bewiesen: Klimaschutz ist nur dann erfolgreich, wenn er ganzheitlich verstanden wird. Ambitionierte und realistische Klimaziele vorzuschreiben, ist wichtig und richtig.

Der Blick muss sich aber dann vor allem auf die Maßnahmen zur Erfüllung dieser Ziele richten. Hier hat die Bundesregierung und besonders das Bundesumweltministerium Nachholbedarf. „Neben direktelektrischen Anwendungen im Straßenverkehr, der Bahn oder im Wärmesektor brauchen wir einen deutlich ambitionierteren Markthochlauf von Wasserstoff und eFuels.“ Tobias Block, Leiter Strategie und Content der eFuel Alliance ergänzt: "Wir müssen nicht darauf warten, dass neue Fahrzeuge, Heizungen oder Industrieanwendungen in den Markt kommen. Wir können sofort loslegen! Jetzt heißt es handeln und die Energiewende aktiv und pragmatisch angehen."

Dazu fordert die eFuel Alliance konkret:

  • Bereits 2030 sollten mindestens ein Viertel aller Energieträger im Verkehrssektor aus erneuerbaren Energien kommen. Wir fordern hierzu eine Mindestquote von 5% Wasserstoff und eFuels.
  • Es braucht eine deutliche Erhöhung der Treibhausgasminderungsquote, um der Forderung des Bundesverfassungsgerichts für eine gerechte Lastenverteilung nachzukommen. Der Bundestag muss noch in den kommenden Wochen die verpasste Chance im parlamentarischen Verfahren zur Umsetzung der EU-Richtlinie zur Förderung erneuerbarer Energien korrigieren.
  • Besonders eFuels sind dazu geeignet, neue und zusätzliche globale Potentiale von erneuerbaren Energien zu erschließen. Auf diese Mengen zu verzichten, ist unverantwortlich.
  • Aufgrund des langsamen Ausbaus Erneuerbarer Energien in Deutschland, werden die immer ambitionierteren Klimaziele ohne eine Importstrategie von erneuerbaren Energieträgern nicht erreicht.
  • eFuels sind der ideale Energieträger – selbst wenn sie aus Regionen Übersee stammen - da sie einfach zu speichern und transportieren sind. Die existierende Verteilungsinfrastruktur (Tankschiffe, Pipeline, Tankstellen) kann genutzt werden und die heute fahrenden Autos können einen enormen Beitrag zum Klimaschutz leisten.