Biokraftstoffe im Praxiseinsatz : Biodiesel im Flottenalltag: Warum der Mehrverbrauch meist geringer ist als gedacht
Biodiesel ist längst kein Nischenprodukt mehr, sondern ein technisch ausgereifter Kraftstoff.
- © Münzer Bioindustrie GmbHNach Angaben der Münzer Bioindustrie GmbH ist Biodiesel technisch ausgereift und seit Jahren im praktischen Einsatz, etwa in Flotten, Kommunen, Landwirtschaft und Logistik.
Die hohe Cetanzahl sorgt für eine stabile Zündung und einen ruhigen Verbrennungsablauf. Gleichzeitig verfügt Biodiesel über eine gute Schmierfähigkeit, die den Verschleiß von Motorkomponenten reduzieren kann.
Der Energiegehalt liegt unter dem von fossilem Diesel, doch in der Praxis bleiben die Auswirkungen begrenzt. Mehrverbräuche bewegen sich laut Unternehmen meist im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Bei üblichen Beimischungen wie B10 oder B20 sind Unterschiede im Alltag meist kaum relevant.
„Wir müssen bei der Bewertung von Biodiesel wieder stärker über Fakten sprechen: über Zündung, Schmierung und Wintertauglichkeit. Moderne Biodieselqualitäten sind technisch zuverlässig und im Bestand sofort einsetzbar – das macht sie zu einem zentralen Baustein für schnelle Emissionsminderung“, sagt Geschäftsführer Ewald-Marco Münzer.
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Diskussion um höhere Beimischungen
Nach Einschätzung des Unternehmens könnten höhere Beimischungsanteile ein nächster Schritt sein, um Emissionen im Verkehr schneller zu reduzieren. Voraussetzung dafür sei, dass technische Standards, Normen und die praktische Nutzung in Flotten dies unterstützen.
„Der Verkehr wird nicht auf einen Schlag neu gebaut. Aber wir können den fossilen Anteil im Bestand rasch reduzieren – wenn wir marktreife Lösungen nicht kleinreden, sondern klug nutzen“, so Münzer.