60 Jahre Porsche Bank : Vom Leasinganbieter zum internationalen Mobilitätsdienstleister

Mit dem ersten Leasingvertrag für einen Volkswagen Käfer begann am 9. März 1966 die Geschichte der Porsche Bank – der Startpunkt für 60 Jahre Fahrzeugfinanzierung und Mobilitätsdienstleistungen.

Mit dem ersten Leasingvertrag für einen Volkswagen Käfer begann am 9. März 1966 die Geschichte der Porsche Bank – der Startpunkt für 60 Jahre Fahrzeugfinanzierung und Mobilitätsdienstleistungen.

- © Porsche Bank

Der Ursprung der Porsche Bank geht auf den 9. März 1966 zurück. Damals wurde durch die VOWA Innsbruck der erste Leasingvertrag ausgestellt. Die Initiative zur Einführung des Automobil-Leasings in Österreich ging auf Louise Piëch zurück, die gemeinsam mit zwei Mitarbeitern den Vorläufer der heutigen Porsche Bank als Abteilung innerhalb der Porsche Konstruktionen KG aufbaute.

1974 wurde die Allgemeine Leasing-Zentrale (ALZ) gegründet. 1987 folgte die Umwandlung der ALZ in die Porsche Bank AG sowie die Porsche Versicherungs AG. In den folgenden Jahren entwickelte sich das Unternehmen vom klassischen Finanzierer zu einem Anbieter umfassender Mobilitätsleistungen.

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Der Porschehof
Der Porschehof - © Porsche Bank

Internationale Expansion und neue Geschäftsfelder

Seit den 1990er-Jahren expandierte die Porsche Bank auch international. Markteintritte unter anderem in Ungarn und Slowenien legten den Grundstein für die weitere Expansion in insgesamt 16 Länder. 2025 übernahm das Unternehmen zudem die Managementfunktion der Porsche Finance Group Slovakia.

Auch das Geschäftsfeld wurde erweitert. Mit der seit 1997 hundertprozentigen Tochter ARAC GmbH (Europcar Österreich) kam der Mietwagensektor hinzu. 2009 startete die Porsche Bank das Einlagengeschäft. 2011 wurde die Porsche Bank als Teil der Porsche Holding in die Volkswagen AG integriert.

Weitere Schritte folgten 2018 mit der Integration des Volkswagen Versicherungsdienstes (VVD) sowie 2020 mit neuen Mobilitätsangeboten unter der Marke „sharetoo“, darunter Carsharing und Autoabos.

Porsche Alpenstraße
Porsche Alpenstraße - © Porsche Bank

Wachstum bei Finanzierung und Flottenmanagement

In Österreich stieg der Finanzierungsanteil der Porsche Bank laut Unternehmensangaben von 16,4 Prozent im Jahr 2005 auf 56,1 Prozent im Jahr 2025. Gleichzeitig wuchs das Service- und Wartungsgeschäft: 2025 überschritt der Bestand erstmals die Marke von 100.000 Wartungsverträgen.

Auch international legte das Unternehmen zu. Der Vertragsbestand erhöhte sich von 281.880 Finanzierungsverträgen im Jahr 2010 auf 478.577 Verträge im Jahr 2025.

Im Fuhrparkmanagement gilt die Porsche Bank laut eigenen Angaben als Marktführer in Österreich. 2025 stieg der Vertragsbestand in diesem Bereich um zwei Prozent auf rund 50.000 Finanzierungsverträge. Impulse kamen dabei insbesondere aus dem Segment öffentlicher Auftraggeber.

Samergasse
Samergasse - © Porsche Bank

Strategie bis 2030

Mit der Strategie 2030 will das Unternehmen sein Angebot rund um Finanzierung, Versicherungen, Einlagen, Flottenmanagement und Mobilitätsdienste weiter ausbauen. Ein Schwerpunkt liegt auf Digitalisierung und Effizienzsteigerung durch Automatisierung und datenbasierte Prozesse.

Parallel dazu unterstützt die Porsche Bank den Wandel zur Elektromobilität. 2025 finanzierte das Unternehmen 13.096 batterieelektrische Fahrzeuge. Im Jahr davor waren es 7.070. Gleichzeitig stiegen die BEV-Auslieferungen der Volkswagen-Konzernmarken in Österreich von 10.135 Fahrzeugen im Jahr 2024 auf 20.003 im Jahr 2025.

Digitale Angebote gewinnen ebenfalls an Bedeutung. Das Online-Kundenportal nutzten zuletzt 95.906 Personen. Die Smart Driver App, die einen effizienten Fahrstil bewertet und Versicherungsprämien um bis zu 20 Prozent reduzieren kann, wurde 2025 von rund 60.000 Kundinnen und Kunden verwendet.