Günstiger Elektro SUV : Kia EV2: Dieser 20.000-Euro-Stromer könnte Flotten komplett verändern

Startschuss für den nächsten Clou aus dem Hause Kia – mit dem EV2 wird das Portfolio nach unten hin erweitert.

Startschuss für den nächsten Clou aus dem Hause Kia – mit dem EV2 wird das Portfolio nach unten hin erweitert.

- © Kia

Die Elektropalette von Kia wächst weiter – und das mit Tempo. Mit dem EV2 schieben die Koreaner ihr Portfolio konsequent nach unten und erschließen das B-Segment mit einem vollelektrischen SUV, das speziell für den europäischen Markt entwickelt und produziert wird. 

Genauer gesagt: im slowakischen Žilina – wie bereits beim Kia EV4. Der EV2 ist damit nicht nur das bislang kompakteste E-Modell der Marke, sondern auch ein klares Statement in Richtung lokaler Wertschöpfung und Flottenrelevanz.

Design & Packaging

Optisch fügt sich der EV2 nahtlos in die aktuelle Kia-Designsprache „Opposites United“ ein. Klare Linien, markante Lichtsignaturen und eine robuste SUV-Anmutung lassen ihn größer wirken, als er tatsächlich ist. 

Innen überzeugt vor allem das Raumgefühl: luftig, modern und funktional. Besonders vorne bietet der EV2 überraschend viel Platz. In der zweiten Reihe punktet die viersitzige Variante mit zwei Einzelsitzen und verschiebbarer Rückbank – ein echtes Plus im Alltagseinsatz, gerade im urbanen Flottenbetrieb. Alternativ steht eine klassische Fünfsitzerkonfiguration zur Wahl. 

Praktikabilität wird großgeschrieben: Neben einem großzügigen Kofferraum gibt es einen 15-Liter-Frunk für Kabel und Kleinteile. Hinsichtlich Ausstattung sorgt das bekannte breite Panoramadisplay für Aufmerksamkeit, dieses umfasst das digitale Kombiinstrument, den Navigationsscreen und die Klimasteuerung. 

Das Bedienkonzept wirkt aufgeräumt und intuitiv. Neu für Kia: eine Einstiegsversion ohne fest integrierte Navigation – ein klarer Kostenvorteil für preissensitive Flottenkunden. Dank nahtloser Smartphone-Integration via Android Auto und Apple CarPlay bleibt die Navigation dennoch vollumfänglich nutzbar.

Luftig, modern und funktional kommt das Innenleben daher.
Luftig, modern und funktional kommt das Innenleben daher. - © Kia

Antrieb & Laden

Zur Wahl stehen zwei Batterievarianten und zwar sowohl mit 42,2 kWh – bis zu 317 km Reichweite – als auch mit 61,0 kWh – und einer Reichweite von 453 km. Geladen wird auf 400-Volt-Basis mit bis zu 118 kW, womit sich der Akku in rund 30 Minuten von 10 auf 80 Prozent bringen lässt. 

Besonders interessant für Flotten: Neben dem serienmäßigen 11-kW-Onboardlader ist erstmals optional auch 22-kW-AC-Laden verfügbar – ein echter Effizienzgewinn im täglichen Betrieb. Die ersten Testkilometer hinterließen einen durchweg positiven Eindruck. Der EV2 fährt sich leichtfüßig, bietet ein hohes Maß an Fahrkomfort und überzeugt mit sehr guter Geräuschdämmung – ein nicht zu unterschätzender Faktor im Vielfahrereinsatz. 

Das Fahrwerk ist ausgewogen abgestimmt, die Lenkung präzise genug für den urbanen Einsatz. Der Kia EV2 trifft den Nerv der Zeit: kompakt, effizient, alltagstauglich und preislich attraktiv. Mit europäischer Produktion, flexiblen Innenraumlösungen und praxisnahen Ladeoptionen hat er das Potenzial, sich schnell als Volumenmodell im urbanen Flotteneinsatz zu etablieren. Ein kleiner Stromer mit großer Wirkung. 

Übrigens: Ab Sommer starten die Versionen mit großem Akku inklusive GT-Line, die Basisvariante „Light“ folgt später. Besonders bemerkenswert: der Einstiegspreis ab € 19.990,-. Damit positioniert sich der EV2 extrem wettbewerbsfähig – insbesondere für gewerbliche Kunden und große Flotten. 

Flexibel und variabel gestaltet sich der Innenraum – sowohl als Vier- als auch Fünfsitzer zu haben.
Flexibel und variabel gestaltet sich der Innenraum – sowohl als Vier- als auch Fünfsitzer zu haben. - © Kia