Mobilität wird digital : AUMOVIO setzt auf softwaredefinierte Fahrzeuge und neue Mobilitätslösungen

Die AUMOVIO-Geschäfsführung hat klare Ziele für 2026: Bereinigter Konzernumsatz 17–18,5 Mrd. Euro, bereinigte EBIT-Marge 3,5– 5,0 Prozent, normalisierter Free Cashflow 500–800 Mio. Euro.

Die AUMOVIO-Geschäfsführung hat klare Ziele für 2026: Bereinigter Konzernumsatz 17–18,5 Mrd. Euro, bereinigte EBIT-Marge 3,5– 5,0 Prozent, normalisierter Free Cashflow 500–800 Mio. Euro.

- © Torsten Silz

AUMOVIO hat am 13. Mai 2026 in Frankfurt am Main seine erste Hauptversammlung als eigenständige europäische Aktiengesellschaft abgehalten. Das Unternehmen war im September 2025 aus dem ehemaligen Continental-Unternehmensbereich Automotive hervorgegangen.

Laut CEO Philipp von Hirschheydt sieht sich das Unternehmen nach dem Spin-off strategisch gut aufgestellt. Kundenvertrauen, Marktposition und organisatorische Anpassungen sollen die Grundlage für weiteres profitables Wachstum schaffen.

Umsatz von 18,5 Milliarden Euro im Jahr 2025

Im Geschäftsjahr 2025 erzielte AUMOVIO einen bereinigten Umsatz von 18,5 Milliarden Euro. Das bereinigte EBIT lag bei 717 Millionen Euro, die bereinigte EBIT-Marge bei 3,9 Prozent. Der normalisierte Free Cashflow erreichte 650 Millionen Euro.

Trotz Belastungen von insgesamt 491 Millionen Euro im Zusammenhang mit dem Spin-off und laufenden Transformationsmaßnahmen konnte das Unternehmen nach eigenen Angaben die Profitabilität steigern und die finanziellen Ziele erreichen. Die Auftragseingänge beliefen sich 2025 auf rund 20,4 Milliarden Euro und lagen damit über dem Vorjahreswert.

Fokus auf Effizienz und Standortoptimierung

Seit dem Börsengang im September 2025 arbeitet AUMOVIO an einer Anpassung der Organisationsstruktur. Ziel sind schnellere Entscheidungsprozesse, höhere Effizienz und eine stärkere Wettbewerbsfähigkeit. Dazu gehören auch Maßnahmen zur Standortkonsolidierung und Optimierung des globalen Produktions- und Entwicklungsnetzwerks. Laut Unternehmen sollen dadurch Auslastung und Effizienz verbessert werden.

Softwaredefinierte Fahrzeuge als Wachstumsfeld

Strategisch setzt AUMOVIO verstärkt auf softwaredefinierte Fahrzeuge. Das Unternehmen sieht darin zusätzliche Möglichkeiten zur Wertschöpfung pro Fahrzeug.

Das Portfolio umfasst unter anderem Sensorlösungen, Displays, Brems- und Komfortsysteme sowie Software- und Assistenzsysteme für vernetzte und autonome Mobilität. Für das laufende Geschäftsjahr bestätigt AUMOVIO die bisherige Prognose. Für dieses Jahr wird ein bereinigter Konzernumsatz zwischen 17 und 18,5 Milliarden Euro erwartet. Die bereinigte EBIT-Marge soll zwischen 3,5 und 5,0 Prozent liegen, der normalisierte Free Cashflow zwischen 500 und 800 Millionen Euro.

Im ersten Quartal 2026 ging der Umsatz zwar zurück, gleichzeitig konnten EBIT und Free Cashflow im Vergleich zum Vorjahresquartal verbessert werden.