Studie : Eine neue Studie zeigt, wie weit Österreich bei E-Flotten wirklich ist

„Wir sehen bereits heute, dass viele Unternehmensflotten deutlich höhere BEV-Anteile aufweisen als der Gesamtmarkt", sagt Mag. Lorenz Loidl, Commercial Director Ayvens Austria.

„Wir sehen bereits heute, dass viele Unternehmensflotten deutlich höhere BEV-Anteile aufweisen als der Gesamtmarkt", sagt Mag. Lorenz Loidl, Commercial Director Ayvens Austria.

- © Ayvens Austria

Österreich gehört laut dem Ayvens European Mobility Guide 2026 zu den fortgeschrittenen E-Mobilitätsmärkten Europas. Im Rahmen der Untersuchung wird der heimische Markt der Kategorie „Developed Markets“ zugeordnet. Damit zählt Österreich zu jenen Ländern, in denen die Voraussetzungen für die Elektrifizierung von Unternehmensflotten bereits weitgehend etabliert sind.

Für die Studie wurden 30 europäische Märkte anhand von fünf Kriterien analysiert: Verbreitung von Elektrofahrzeugen, Ladeinfrastruktur, steuerliche Rahmenbedingungen und Gesetzgebung, Total Cost of Ownership (TCO) von Elektrofahrzeugen im Vergleich zu Verbrennern sowie die Nachhaltigkeit des Strommixes.

E-Mobilität im Flottenalltag angekommen

Mit einem Anteil von 21 Prozent batterieelektrischer Fahrzeuge an den Neuzulassungen Anfang 2026 und insgesamt 36.276 öffentlichen Ladepunkten verfügt Österreich laut Studie über eine solide Grundlage für weiteres Wachstum. Die Verfügbarkeit von Elektrofahrzeugen stelle dabei zunehmend keinen limitierenden Faktor mehr dar. Für Flottenbetreiber seien vielmehr steuerliche Rahmenbedingungen, regulatorische Vorgaben und die Wirtschaftlichkeit im laufenden Betrieb entscheidend.

Nach Einschätzung von Ayvens hat die Elektromobilität in Österreich die frühe Marktphase verlassen und ist inzwischen im Flottenalltag angekommen.

Mobility Guide
Mobility Guide - © Ayvens Austria

Höhere BEV-Anteile bei Operating-Leasing

Besonders deutlich zeige sich diese Entwicklung bei Unternehmen mit Operating-Leasing-Modellen. Dort liegen die Anteile batterieelektrischer Fahrzeuge bereits deutlich über dem Durchschnitt des Gesamtmarktes. Die Elektrifizierung von Pkw-Flotten stelle vielerorts keine strukturelle Hürde mehr dar.

Der Fokus verlagert sich laut Ayvens zunehmend auf weitere Fahrzeugsegmente. Insbesondere bei leichten Nutzfahrzeugen (LCV) sieht das Unternehmen noch erhebliches Potenzial. Gleichzeitig gewinnt der Gebrauchtwagenmarkt für Elektrofahrzeuge an Bedeutung. Leasingrückläufer erweitern das Angebot und machen batterieelektrische Fahrzeuge zunehmend auch für Privatkunden attraktiver.

Steuerliche Rahmenbedingungen gewinnen an Bedeutung

Nach Beobachtung von Ayvens verlieren direkte Kaufprämien europaweit an Bedeutung. Stattdessen rücken steuerliche Vorteile und planbare Gesamtkosten stärker in den Fokus. In Österreich wurde die Bundesförderung „E-Mobilität 2024“ Anfang 2025 beendet. Weiterhin bestehen jedoch steuerliche Begünstigungen wie die NoVA-Befreiung, Sachbezugsvorteile bei Dienstwagen und Möglichkeiten zum Vorsteuerabzug.

Auch die Ladeinfrastruktur wird laut der Analyse zunehmend weniger als Hindernis wahrgenommen. Wichtiger werden Faktoren wie die einfache Integration in den Arbeitsalltag, die Zugänglichkeit und die wirtschaftliche Nutzung.

„Wir sehen bereits heute, dass viele Unternehmensflotten – insbesondere im Operating Leasing – deutlich höhere BEV-Anteile aufweisen als der Gesamtmarkt. Die nächste Phase der Elektrifizierung wird von der stärkeren Durchdringung bei leichten Nutzfahrzeugen und einem wachsenden Gebrauchtwagenangebot geprägt sein. Gleichzeitig ist die Ladeinfrastruktur in Österreich zunehmend kein limitierender Faktor mehr – entscheidend sind Wirtschaftlichkeit und einfache Integration in den Alltag“, sagt Mag. Lorenz Loidl, Commercial Director Ayvens Austria.

Im europäischen Vergleich bleiben Nord- und Westeuropa führend. Österreich rückt laut Ayvens jedoch dank stabiler Rahmenbedingungen und einer wachsenden Infrastruktur in eine Position, in der die Elektrifizierung von Flotten zunehmend strategisch umgesetzt werden kann.