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So gestalten Sie den Reifenwechsel rückenschonender

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Bald ist es wieder so weit: Der Reifenwechsel steht an. Was für die meisten nicht mehr als eine Fahrt in die Werkstatt bedeutet, heißt für Kfz-Mechaniker Akkordarbeit. Keine leichte Aufgabe, denn selbst wer harte körperliche Arbeit gewohnt ist, stößt beim Dauer-Wechseln der schweren Reifen an seine Grenzen. Besonders exponiert ist der Rücken, auf den es Rücksicht zu nehmen gilt.

Auf die richtige Technik kommt es an

Um schmerzhaften Überlastungserscheinungen in Schultern, Armen und Rücken vorzubeugen, für den ist nicht nur das richtige Werkzeug entscheidend, sondern auch die richtige Arbeitsweise. Der 1995 gegründete Verein Aktion Gesunder Rücken (AGR) gibt folgende Tipps bezüglich ergonomischem Reifenwechsel:

Das Fahrzeug sollte aufgebockt stehen, mit einem elektrischen Wagenheber spart man sich das Kurbeln in gebückter Körperhaltung. Nach Entfernen der Radkappen und dem Lösen der Radmuttern sollte der Reifen mit gestrecktem Rücken aus den Beinen heraus am Boden abgesetzt und ins Winterquartier gerollt werden. Für ein rückenschonendes Heben der Winterreifen sollte man möglichst dicht vor dem Reifenstapel breitbeinig in die Hocke gehen. Der Rücken sollte dabei durchgestreckt bleiben, ein Rundrücken sollte nach Möglichkeit vermieden werden.

Empfohlen wird, den Reifen erst wenn er mit beiden Händen gut erreichbar ist, anzuheben – und zwar möglichst nah am Oberkörper und an die Brust gepresst. Das Anheben sollte durch die Kraft der Beine erfolgen, dies reduziert dem AGR zufolge den Druck auf die Bandscheiben. Im Anschluss daran den Reifen auf den Boden stellen und zum Fahrzeug rollen.

Für die rückenfreundliche Montage sollte man sich am besten auf eine weiche Unterlage knien und den Reifen mit durchgestrecktem Rücken vorsichtig auf die Radnabe heben. Mit einer Hand den Reifen in Position halten und mit der anderen Hand die Radmuttern so weit wie möglich eindrehen.

Schlagschrauber mit möglichst geringem Gewicht

Gerade für Werkstatt-Profis ist die Haupt-Reifenwechselzeit mit erhöhten Belastungen verbunden, so der Verein. Beim Druckluftschrauber sollte deshalb auf Ergonomie und ein leichtes Gewicht (unter 1.200 Gramm) geachtet werden. Folgende Kriterien sind zudem empfehlenswert:

Beidseitige Bedienbarkeit für Rechts- und Linkshänder

Beidhändig nutzbarer rutschfester Griff

Intuitives, präzises und nutzerfreundliches Handling

Gute Kraftübertragung

Möglichst geringe Geräuschbelastung

Laut AGR zudem sinnvoll:

Aufprallschutz

Zubehör zur Geräuschreduzierung