Profi-Tipps

Wie Continental den Zahnriemen wechseln würde

Beim Wechsel des Zahnriemens werden oft entscheidende Fehler gemacht. Um einen reibungslosen Ablauf des Riemenwechsels zu gewährleisten, gibt das Unternehmen Monteuren eine detaillierte Installationshilfe an die Hand. Schritt für Schritt erklärt hier der Experte den korrekten Austausch.

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Der Griff zum richtigen Werkzeug

Continental empfiehlt den Wechsel des Zahnriemens bis 12/2005 alle 240.000 km/10 Jahre durchzuführen. Die Arbeitszeit wird mit 1,7 Stunden angegeben. Gleichzeitig mit dem Zahnriemen sollte auch der Keilrippenriemen erneuert werden. 

Monteure benötigen für den Wechsel folgende Spezialwerkzeuge. Die Werkzeuge finden sie auch in der Tool Box V04.

1. 2x Zentrierwerkzeug für Kurbelwelle OE (303 732), Tool Box V04/18
2. Blockierstift für die Kurbelwelle OE (303 734), Tool Box V04/17
3. Zentrierwerkzeug für Nockenwelle OE (303 735), Tool Box V04/19

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Der Griff zum richtigen Werkzeug

Continental empfiehlt den Wechsel des Zahnriemens bis 12/2005 alle 240.000 km/10 Jahre durchzuführen. Die Arbeitszeit wird mit 1,7 Stunden angegeben. Gleichzeitig mit dem Zahnriemen sollte auch der Keilrippenriemen erneuert werden. 

Monteure benötigen für den Wechsel folgende Spezialwerkzeuge. Die Werkzeuge finden sie auch in der Tool Box V04.

1. 2x Zentrierwerkzeug für Kurbelwelle OE (303 732), Tool Box V04/18
2. Blockierstift für die Kurbelwelle OE (303 734), Tool Box V04/17
3. Zentrierwerkzeug für Nockenwelle OE (303 735), Tool Box V04/19

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Vorbereitende Schritte: 

Identifizieren Sie das Fahrzeug anhand des Motorcodes. Klemmen Sie die Fahrzeugbatterie ab. Kurbel- und Nockenwelle nicht bei abgenommenen Zahnriemen drehen. Motor in normaler Drehrichtung drehen (rechtsherum), es sei denn, es ist anders beschrieben.

Motor nur am Kurbelwellenrad und nicht an anderen Zahnrädern drehen. Prüf- und Einstellarbeiten immer nur bei kaltem Motor durchführen. Die Riemen nicht in Berührung mit schädlichen Stoffen wie z. B. Motoröl, Kraftstoff oder Kühllüssigkeit bringen.

Wichtig: Alle Anzugsmomente der Fahrzeughersteller beachten.

 

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Ausbauen:

Nebenantriebsriemen entfernen, Kühlmittel am Ausgleichsbehälterschlauch ablassen, Generator vorher abdecken Motor mit Heber und Zwischenlage sicher abstützen. Vorderes Motorlager nach Entfernen der 4 Muttern ausbauen (Muttern sind zu ersetzen: 80 Nm oben und 90 Nm unten). 

Obere Verkleidung abbauen, dann die 4 waagerechten Schrauben des Motorlagerflansches (55 Nm) ausdrehen, den KW-Schwingungsdämpfer mit Schlagschrauber lösen und demontieren, abschließend die untere Verkleidung ausbauen und den Schwingungsdämpfer wieder verbauen (Abb. 1, 2, 3).

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3. Stellung der Kurbelwelle prüfen. Dazu die runde Bohrung des Sensorrades/Zahnriemenrades der Kurbelwelle in 12- Uhr-Stellung drehen, bis diese mit der dahinterliegenden Bohrung übereinstimmt. Zentrierwerkzeug für Kurbelwelle OE (303 732), Tool Box V04/18 muss in die Bohrung des Sensorrades/Zahnriemenrades der Kurbelwelle und der Bohrung des Motorblocks eingesteckt werden (Abb. 6, 7).

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4. Zahnriemenrad der Hochdruckpumpe auf ca. 5 Uhr-Position mit Zentrierwerkzeug für Kurbelwelle OE (303 732), Tool Box V04/18 abstecken (Abb. 8, 9).

 

5. Die Zahnriemenführung am Sensorrad/Zahnriemenrad der Kurbelwelle (ca. 17 Uhr-Position) und Sensor (ca. 7 Uhr- Position) (Abb. 10) ausbauen.

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6. Mutter der Spannrolle lösen und den Zahnriemen entspannen.

7. Jetzt kann der Zahnriemen abgenommen werden.

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Einbau – Nockenwellenriemen:

1. Beim Abnehmen des Zahnriemens kann das Sensorrad/Zahnriemenrad der Kurbelwelle von der Kurbelwelle rutschen! Vor dem Verbau des neuen Zahnriemens auf die korrekte Position der Scheibenfeder für das Sensorrad/Zahnriemenrad der Kurbelwelle achten (Abb. 11). Die Komponenten des Zahnriemen Kits austauschen. Die verbleibenden Räder wie Nockenwellenrad und Kurbelwellenrad auf Beschädigung kontrollieren. Bei der Montage der Spannrolle darauf achten, dass die Gabel der Spannrolle mittig über dem Nocken verbaut wird (Abb. 12).

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2. Den Zahnriemen in Drehrichtung der Kurbelwelle au legen. Dabei darauf achten, dass der Zahnriemen beim Au legen nicht geknickt wird! Der Zahnriemen muss auf der Zugseite zwischen den Zahnrädern straff sein!

3. Den Zahnriemen über die Spannrolle spannen. Dazu mit einen Innensechskantschlüssel den Exzenter der Spannrolle gegen den Uhrzeigersinn verdrehen und spannen, bis sich die Markierungen (Abb. 12, 13) decken. Die Mutter der Spannrolle festziehen (23 Nm).

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4. Die Blockier- und Zentrierwerkzeuge entfernen.

5. Zahnriemenführung am Sensorrad/Zahnriemenrad der Kurbelwelle (ca. 5 Uhr-Position) und Sensor (ca. 7 Uhr-Position) (Abb. 14, 15) wieder einbauen. Dabei darauf achten, dass der Sensor den Sensorring nicht berührt (Abb. 16, 17).

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6. Motor 10 Umdrehungen an der Kurbelwelle in Motordrehrichtung drehen.

7. Die Steuerzeiten auf OT Markierung des 1. Zylinders stellen. Einstellung wie zuvor unter dem Punkt des Ausbaus. Blockier- und Zentrierwerkzeuge müssen sich wieder einsetzen lassen. Die Markierung der Spannrolle (Abb. 13) müssen sich decken. Sollten sich die Markierungen nicht decken, die Einstellung wie unter Punkt 3 6 beschrieben wiederholen. Anschließend alle Blockier- und Zentrierwerkzeuge wieder entfernen.

8. Zusammenbau und Komplettierung in umgekehrter Reihenfolge wie beim Ausbau. Die Schraube der Kurbelwelle ersetzten und in 2 Stufen festziehen. Stufe 1: 30Nm, Stufe 2: 180 Grad. Dazu die Schwungscheibe mit Blockierstift für die Kurbelwelle OE (303 734), Tool Box V04/17 blockieren, Kurbelwelle drehen bis das Blockierwerkzeug mit einem der Schlitze in der Schwungscheibe ausgerichtet ist (Abb. 18). Anschließend das Blockierwerkzeug wieder entfernen.

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9. Dokumentieren Sie den Wechsel des Original Continental-Zahnriemens auf dem mitgelieferten Aufkleber und bringen Sie ihn im Motorraum an (Abb. 19).