Morning Briefing - 19.10.2020

VW-Lkw-Konzern Traton übernimmt US-Tuckbauer Navistar - Deutsche Linksfraktion fordert Kostenbeteiligung für Teslafabrik - Scheuer will EU-Lkw-Maut schon für leichte Lastwagen einheben

Das Wichtigste in Kürze.

VW-Lkw-Konzern Traton übernimmt US-Tuckbauer Navistar

Die Volkswagen-Nutzfahrzeugtochter Traton steht vor der milliardenschweren Übernahme des US-Lkw-Herstellers Navistar. Traton einigte sich nach eigenen Angaben am Freitag mit dem Management und den Großaktionären von Navistar auf einen Kaufpreis von 44,50 Dollar je Aktie. Noch am Mittwoch hatte Traton 43 Dollar als letztes Angebot bezeichnet und den Amerikanern für dessen Annahme ein Ultimatum bis Freitagabend gestellt. Schlussendlich wurden sich beide Seiten handelseinig.

Deutsche Linksfraktion fordert Kostenbeteiligung für Teslafabrik 

Die Linksfraktion im Brandenburger Landtag hat die Landesregierung aufgefordert, den US-Elektroautobauer Tesla an den Kosten für die öffentliche Infrastruktur um die geplante Fabrik in Grünheide bei Berlin zu beteiligen, berichtet die "Automobilwoche". Die Landesregierung habe allein in den Jahren 2020 und 2021 für den Verkehrsbereich zusätzliche Ausgaben in Höhe von 78 Millionen Euro veranschlagt, sagte deren verkehrspolitischer Sprecher Christian Görke am Sonntag. Wie viel Geld in den Folgejahren für den Verkehrsbereich sowie für Wohnungen, Kitas, Schulen und andere öffentliche Einrichtungen anfalle, sei noch gar nicht absehbar. 

Scheuer will EU-Lkw-Maut schon für leichte Lastwagen einheben

Der deutsche Verkehrsminister Andreas Scheuer will im Rahmen der neuen EU-Maut-Richtlinie künftig auch leichte Lkw zur Kasse bitten. Für Lieferwagen ab 3,5 Tonnen sollen bereits Abgaben geleistet werden, geht aus einem Vorschlag des deutschen Verkehrsministeriums hervor, der der Nachrichtenagentur Reuters am Sonntag vorlag. Bisher galt die Maut erst ab 7,5 Tonnen. In besonders verkehrsbelasteten Gebieten könne die Maut um 50 Prozent höher ausfallen, wenn die betroffenen Länder sich einverstanden erklären. Dies könnte zum Beispiel den Brennerpass betreffen. In diesem Fall müssten Italien und Österreich zustimmen. Kernelement des Vorschlags ist die seit langem geplante Ausrichtung der Lkw-Maut am CO2-Ausstoß.