Morning Briefing - 08.07.2019

VW: Automobilzulieferer rücken enger zusammen - Shell Eco-Marathon 2019: Team aus Stralsund siegreich - Honda offenbar an Einstieg bei Formel E interessiert 

Das Wichtigste in Kürze zusammengefasst.

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VW: Automobilzulieferer rücken enger zusammen 

Der deutsche Automobilhersteller geht davon aus, dass die Automobilzulieferer beim Wechsel in die Elektromobilität enger zusammenrücken, um Insolvenzen zu vermeiden. Wenn Technologien für Verbrenner in einigen Jahren weniger gefragt seien, müssten sich vor allem kleinere Unternehmen Gedanken machen, wie sie ihre Kapazitäten künftig nutzen könnten und diese gegebenenfalls zusammenlegen, sagte Vorstand Stefan Sommer in einem am Montag veröffentlichten Gespräch. “Es werden Überlegungen angestellt werden müssen, wo gewisse Technologien, wie Motorblock oder Gießteile, konsolidiert werden.” Damit rechne er in der zweiten Hälfte des nächsten Jahrzehnts. Die Automobilindustrie sei in der Pflicht, Strukturen zur Konsolidierung der Verbrennertechnologien zu entwickeln und zu entscheiden, wo Aktivitäten zu bündeln seien, betonte Sommer. Größere Zulieferer könnten den Wandel eher bewältigen und Personal durch das Ausscheiden älterer Arbeitnehmer sozialverträglich abbauen. Für kleinere Unternehmen werde diese nicht funktionieren. "Wenn unkontrolliert Insolvenzen auftreten, ist das ein Problem für die Industrie. Deshalb sage ich heute: Wir haben noch zehn Jahre Zeit.” Ein Problem sei, dass manche Zulieferer die Veränderung nicht ernst genug nähmen. “Wenn sie den Wandel erst realisieren, weil die Volumen wegbrechen, ist es zu spät”, sagte Sommer, der vor seinem Wechsel zu Volkswagen Chef des Zulieferers ZF Friedrichshafen war.

Shell Eco-Marathon 2019: Team aus Stralsund siegreich 

Der Shell Eco-Marathon 2019 ging mit einem aus deutscher Sicht erfreulichen Ergebnis zu Ende. Dank des Kategorie-Sieges für das Team ThaiGer-H2-Racing aus Stralsund, die mit einem Wasserstoffantrieb an den Start gingen sowie zwei dritten Plätzen für die Teams Evi Neuruppin (batterie-elektrisch) und Schluckspecht (Verbrennungsmotor) reisten die Mannschaften aus Deutschland mit insgesamt drei Podiumsergebnissen aus London ab. Für einen erfolgreichen Wertungslauf mussten die Teilnehmer 16 Kilometer in maximal 39 Minuten zurücklegen. Nach jedem Versuch wurde gemessen, wie viel Energie das Fahrzeug verbraucht hatte und anschließend hochgerechnet, wie weit es mit etwa einem Liter Kraftstoff oder dem entsprechenden Energie-Äquivalent der anderen Kategorien gekommen wäre. Wir hatten ein paar Schwierigkeiten mit der Brennstoffzelle, es lief nicht immer optimal", sagt Fahrerin Janika Schmeiser von Team ThaiGer-H2-Racing. "Trotzdem haben wir am Ende ein tolles Ergebnis erzielt. Durch einen neuen Motor konnten wir den Reibungswiderstand verringern und uns so von 779 Kilometer im Jahr 2018 auf 1.083 Kilometer steigern. Die insgesamt weiteste hochgerechnete Distanz schafften einmal mehr die Franzosen "Microjoule-La Joliverie" mit 2.735 Kilometern bei einem Liter Kraftstoffverbrauch. 

Honda offenbar an Einstieg bei Formel E interessiert 

Einem Medienbericht zufolge äußerte der japanische Autobauer Honda sein Interesse an einem Einstieg in die Formel E in der Saison 2020/2021. Serienchef Alejandro Agag sieht für den japanischen Markt Potenzial, denn dort befindet sich ein wichtiger Markt für Elektroautos. In der Formel E ist mit Nissan jedoch nur ein japanischer Autobauer vertreten - und das auch erst seit dieser Saison. Einen WM-Lauf der elektrischen Rennserie in Japan hat es aber trotz aller Bemühungen von Formel-E-Chef Alejandro Agag noch nicht gegeben. Und auch keinen japanischen Spitzen-Fahrer, der eine ganze Saison bestritten hat Jedoch will sich Honda weiterhin auf die Formel 1 konzentrieren. "Wir müssen ein bestimmtes Niveau in dieser Kategorie erreichen, um befriedigt zu sein. Das ist unsere oberste Priorität", so Agag. Formel-1-Geschäftsführer von Honda, Masashi Yamamoto sagte gegenüber "motorsport.com", dass es Honda nicht nur um den Marketing-Effekt gehe. "Es muss Technologien geben, die wir von den Rennen zu den Straßenautos mitnehmen können“, sagte er. „Das ist der Grund, warum wir Interesse haben", so Yamamoto