Morning Briefing - 29.01.2019

Vorarlberg: Sammelklage gegen VW-Konzern eingebracht - Deutschland verstärkt Abbau von Lithium in Bolivien - Tesla: Mehr Service-Kapazitäten in Norwegen

Das Wichtigste des Tage in Kürze zusammengefasst.

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Vorarlberg: Sammelklage gegen VW-Konzern eingebracht

Drei Jahre nach dem VW-Dieselskandal hat ein Wiener Anwaltsverein eine Sammelklage am Landesgericht Feldkirch (Vorarlberg) eingebracht. Etwa 600 Vorarlberger machten gestern mit Hilfe des Verein für Konsumenteninformation (VKI) und der Wiener Anwaltvereins „Cobin Claims“ ihre Ansprüche geltend, wie "Vorarlberg Online" berichtete. Der VW-Konzern sieht sich damit konfrontiert zwischen 2008 und 2015 Manipulationen bei den Abgaswerten der eigenen Fahrzeuge durchgeführt zu haben. Dabei kam illegale Software zum Einsatz, Software-Updates und Umbauten bei Motoren waren mit Wertverlusten verbunden, für die der Autobauer nun haften soll. Gefordert werden 20 Prozent des Kaufwertes und das Haften für sämtliche Folgeschäden. In Österreich sollen mehr als 360.000 Fahrzeuge betroffen sein. Jetzt gilt es zu bewerten, ob der Schaden für jeden gleich hoch zu bewerten ist oder individuell, zudem wird ein Sachverständiger damit beauftragt, zu bewerten, ob die Abschalteinrichtung eine unzulässige war, sagte Thomas Hirmke vom VKI der APA.

Deutschland verstärkt Abbau von Lithium in Bolivien

Mit der Unterzeichnung eines neuen Deals Deutschland, über den Abbau von Lithium in Bolivien, soll die wirtschaftliche Zusammenarbeit mit dem südamerikanischen Land intensiviert werden. Nebenbei wird ein besonders großer Konkurrent ins Visier genommen werden, nämlich China. Der Lithium-Markt wird schon seit geraumer Zeit von China bestimmt, unter anderem gibt es große Deals mit Chile und Argentinien. Dadurch möchte sich das Land den Zugang zu dieser strategischen Ressource sichern. Bisher wurden in den vergangenen zwei Jahren laut "Reuters" über 3.6 Milliarden Euro in Südamerika investiert, womit Japan und Südkorea im gleichen Zeitraum übertroffen wurden. China kontrolliert fast die Hälfte der globalen Lithium-Produktion und besitzt 60 Prozent der Gesamtproduktion von Lithium-Ionen-Akkus. 

Tesla: Mehr Service-Kapazitäten in Norwegen 

Tesla bekommt seine Service-Probleme in Norwegen offenbar rechtzeitig vor dem Start des Model 3 in den Griff. Laut Tesla-Sprecher Even Sandvold Roland wurde die Anzahl der Service-Mitarbeiter 2018 mit 360 Neueinstellungen verdoppelt und die Zahl der Service Center auf 13 erhöht. Zwei weitere sollen so bald wie möglich folgen. Zudem hat Tesla nach Angaben des Sprechers nun auch die Zulassung für den Einsatz mobiler Service-Fahrzeuge in Norwegen erhalten. Das Land bietet bei Umstieg auf ein Elektroauto besonders hohe finanzielle Anreize. Immer wieder beschwerten sich Kunden in den vergangenen Jahren darüber dass die Tesla Service Center in Norwegen überlastet sind. Zuletzt kochte der Ärger : Zu diesem Zeitpunkt kamen auf die insgesamt rund 26.500 Stromer im europäischen Vorzeigeland der Elektromobilität nur elf Service Center. Kunden bemängelten, dass sie teils mehrere Monate auf einen Termin warten müssten. Norwegen ist mittlerweile der drittgrößte Markt für Tesla geworden.