Morning Briefing - 18.12.2018

US-Zollpolitik: Mercedes-Benz gewährt Preisnachlässe für chinesischen Markt - Vorerst kein Nachfolger für gefeuerten Renault-Allianz-Chef Ghosn - Mitarbeitern von Jaguar Land Rover droht der Abbau von 1000 Stellen

Das Wichtigste des Tages in Kürze zusammengefasst.

Von

US-Zollpolitik: Mercedes-Benz gewährt Preisnachlässe für chinesischen Markt 

Der Stuttgarter Automobilhersteller Mercedes-Benz sagte am Montag, dass er Preisnachlässe auf nach China importierte Fahrzeuge gewähren wird, die in den USA produziert werden. Mit dieser Maßnahme wolle der Automobilhersteller die von China und den USA geführte strikte Handelspolitik bei Zöllen umgehen, die importierte Fahrzeuge teurer machen. Geplant ist, dass die Maßnahme vorerst bis 31. März 2019 geführt wird. Daimler will die Preise auf vier Modelle zwischen 36.000 Yuan (5.219.96 Dollar) und 135.000 Yuan senken. China will seinen 25-Prozent-Zoll auf US-Autoimportierte sowie Autoteile ab 1. Jänner vorerst aussetzen, meldete das Finanzministerium. Tesla sagte am Freitag, dass das Unternehmen seine Preise auf Model S und Model X Autos verringern wird, nachdem China seine Zölle reduziert. 

Vorerst kein Nachfolger für gefeuerten Renault-Allianz-Chef Ghosn 

Nissa's Geschäftsführer Hiroto Saikawa gab am Montag bekannt, einen Plan zu präsentieren, wie die Konzernführung während der Untersuchungshaft von Carlos Ghosn verbessert werden kann. Eine eigens für diesen Zweck gegründete Sonderkommission aus externen Experten solle sich nun um eine Verbesserung der Konzernführung kümmern, kündigte Nissan an. Nissan gab aber auch bekannt, dass es derzeit noch keine Deadline gibt, wann ein Nachfolger ernannt wird. Eine mit der Nachfolgefrage befasste Kommission werde ihre Beratungen fortsetzen, teilte der Konzern am Montag mit. Ghosn war am 19. November wegen Verstoßes gegen Börsenauflagen festgenommen worden. Er soll sein Einkommen über Jahre hinweg in Offenlegungsberichten zu niedrig angegeben haben. Nissan erklärte, Renault umfassend über Ghosns Fall informieren zu wollen. Die Japaner halten 15 Prozent an Renault, haben aber keine Stimmrechte. 

Mitarbeitern von Jaguar Land Rover droht der Abbau von 1000 Stellen

Jaguar Land Rover wird Insidern zufolge wegen Produktionskürzungen bis zu 1000 Arbeitsplätze streichen. Eine offizielle Mitteilung sei für Montag geplant, sagte eine mit den Überlegungen vertraute Person am Freitag. Hintergrund seien Unsicherheiten für die Automobilbranche durch den Brexit und den Dieselskandal. „Es ist offensichtlich, dass die Verkäufe zurückgehen.“ Das Minus bei Jaguar beträgt in diesem Jahr 26 Prozent, das bei Land Rover 20 Prozent. Zuvor hatte der Wirtschaftsredakteur des Senders ITV, Joel Hills, die Informationen getwittert. Jaguar wollte sich dazu zunächst nicht äußern. Im Januar hatte der Autobauer bereits angekündigt, Ende diesen Jahres weniger Fahrzeuge im Werk Halewood in Nordengland bauen zu wollen. Zu möglichen Stellenstreichungen äußerte sich der Konzern damals nicht. Von den neuen Kürzungen sind die Werke Solihull und Castle Bromwich betroffen.

Folgen Sie dem Autor auf: @lukasklamert