Morning Briefing - 29.10.2019

US-Studie: Notbremsassistenten mit Fußgängererkennung durchwachsen - Ex-Renault-Nissan Chef gab Unternehmensgelder für Privatangelegenheiten aus -Verkehrsverbund Tirol startet neues E-Carsharing-Angebot 

Das Wichtigste in Kürze.

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US-Studie: Notbremsassistenten mit Fußgängererkennung durchwachsen

Notbremsassistenten mit Fußgängererkennung schneiden laut einer Studie des U.S. Insurance Institute for Highway Safety (IIHS) durchwachsen ab. Demnach seien große Unterschiede zwischen den Autoherstellern feststellbar, geht aus der Studie hervor. Fahrzeug in der Premiumklasse schnitten besser ab, als jene, die sich in niedrigeren Preissegmenten befinden. Positiv wird bewertet, dass die Hersteller Notbremsassistenten mit Fußgängererkennung in kommenden Fahrzeuggenerationen zusehends als Standardtechnologie einführen. Am besten schnitten in der Studie des IIHS Premiummodelle wie der Audi A4, die BMW 3er Serie und die Mercedes-Benz C-Klasse ab. Das beste Ranking erhielt der Nissan Maxima and der Volvo S60. Am schlechtesten schnitten die Notbremsassistenten des Chevrolet Malibu, Ford Fusion, Tesla Model 3, Hyundai Sonata und Kia Optima ab. Bei manchen Tests - gerade bei Dunkelheit - reduzierten die Assistenten nicht schnell genug das Fahrtempo, um vor einem Aufprall zu schützen oder versagten komplett. „Die Technologie steckt noch in den Kinderschuhen“, sagte IIHS-Chef David Harkey gegenüber „Reuters“. „Es sollte deshalb auch hervorgehoben werden, was die Hersteller bereits richtig machen und sie ermutigen“.

Ex-Renault-Nissan-Chef gab Firmengelder für Privatangelegenheiten aus 

Obwohl der ehemalige Renault-Nissan-Allianz-Chef Carlos Ghosn bereits Geschichte ist, bringt sein Fall immer weitere Details um den Veruntreuungsskandal ans Licht. Heute veröffentlichte, nach Angaben der japanischen Zeitung "Yomiuri", die japanische Steuerbehörde, dass Ghosn Firmengelder für private Zwecke ausgegeben habe. Ohne Angaben von Quellen berichtet die Zeitung, dass die nationale Steuerbehörde herausgefunden hat, dass Ghosn mit Geldern von Nissan Honorare für erfundene Beratungsdienstleistungen seiner Schwester gezahlt habe und eine Spende an eine Universität im Libanon getätigt habe. Der ehemalige Chef der Allianz zwischen dem japanischen Autokonzern Nissan und dem französischen Autobauer Renault trägt die libanesische Nationalität. Aktuell wartet er in Japan auf ein Verfahren zu finanziellem Fehlverhalten, was Ghosn aber immer noch abstreitet. 

Verkehrsverbund Tirol startet neues E-Carsharing-Angebot

Der Verkehrsverbund Tirol (VVT) hebt mit Anfang November ein Angebot für E-Carsharing aus der Taufe, das in Kooperation mit Energie Tirol und zwei Carsharing-Betreibern konzipiert worden ist. Das Konzept richtet sich ausdrücklich an VVT-Jahreskartenbesitzer, die ihre Karte gegen einen Aufpreis "upgraden" können, hieß es am Dienstag bei einer Pressekonferenz in Innsbruck. Im "Upgrade-Preis" von 100 Euro sind bereits 20 Fahrstunden inkludiert, für jede weitere Stunde müssen vier Euro bezahlt werden. Derzeit sind rund 50 E-Autos an 19 Standorten in Nord- und Osttirol zu haben, bei denen der VVT als Vermittler und Koordinator fungiert und die E-Auto-Kunden und die beiden involvierten Tiroler E-Car-Anbieter zusammenbringt. Das Angebot soll vor allem auch im ländlichen Raum greifen. "Es gehe nicht zuletzt darum, dass "die letzte Strecke mit dem E-Auto" zurückgelegt werde, betont Bruno Oberhuber, der Geschäftsführer von Energie Tirol.