Morning Briefing - 30.01.2019

Umweltbundesamt: Treibhausgas-Bilanz zeigt Anstieg der Emissionen - Streik im Audi-Werk in Györ weitet sich aus - VW schickt Truck-Sparte Traton an die Börse 

Das Wichtigste des Tages in Kürze zusammengefasst.

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Umweltbundesamt: Treibhausgas-Bilanz zeigt Anstieg der Emissionen

Das Umweltbundesamt hat einen Anstieg des Treibhausgasausstoßes in Österreich festgestellt. Damit verfehlt die Republik erstmals nationale Klimavorgaben. Die Treibhausgas-Emissionen in Österreich sind von 2016 auf 2017 um Milliarden 3,3 Prozent gestiegen und liegen bei 82,3 Millionen Tonnen CO2. Das bedeutet um sieben Millionen Tonnen mehr Emissionen als im Jahr 2016. Die ausschlaggebenden Faktoren für diese nachteilige Entwicklung sind die Steigerung des Einsatzes fossiler Energieträger im Energie- und Industriebereich sowie die Steigerung bei der Nachfrage nach Gütertransport. Für die Bereiche Verkehr, Gebäude, Abfallwirtschaft und Landwirtschaft zeigt die aktuelle Treibhausgas-Bilanz des Umweltbundesamtes ein unterschiedliches Bild: Während die Emissionen aus dem Verkehr um circa 2,9 Prozent und aus dem Gebäudesektor um 1,8 Prozent steigen, werden in der Abfallwirtschaft und in der Landwirtschaft im Vergleich zu 2016 sinkende Emissionen um minus 4,2 Prozent beziehungsweise minus 1,4 Prozent verzeichnet. Für den Energie- und Industriebereich, der dem Emissionshandel zugerechnet wird, zeigt die aktuelle Treibhausgas-Bilanz einen Anstieg um circa 1,6 Millionen Tonnen (rund 5,4 Prozent). Die Reduktionsziele für den Emissionshandelsbereich werden auf europäischer Ebene geregelt und sind in den nationalen Klimazielen 2020 nicht enthalten.

Streik im Audi-Werk in Györ weitet sich aus 

Im Audi-Stammwerk Ingolstadt werden auch am Donnerstag keine Autos gebaut. Wie die "Automobilwoche" berichtet, wird die Produktion für einen weiteren Tag gestoppt, weil die Motoren fehlen. Diese kommen normalerweise aus dem Audi-Werk Györ in Ungarn, das aber seit vergangenem Donnerstag bestreikt wird. Die Arbeiter verlangen 18 Prozent mehr Lohn. Nach Informationen der IG Metall bekommen sie bisher im Durchschnitt 1100 Euro pro Monat, während die Lebenshaltungskosten auf dem Niveau westeuropäischer Staaten liegen. Audi soll bisher eine Erhöhung um zehn Prozent und eine weitere Erhöhung um zehn Prozent im Januar 2020 angeboten haben.

VW schickt Truck-Sparte Traton an die Börse 

Traton mit den Marken MAN und Scania peile sein Börsendebüt noch vor Ostern (21. April) an, sagten zwei mit den Plänen vertraute Personen am Dienstag gegenüber "Reuters". Derzeit sei ein Doppel-Listing in Frankfurt und Stockholm angedacht. Damit wolle Traton mehr Investoren aus der schwedischen Heimat von Scania locken, darunter auch Privatanleger, um nicht zu stark auf kurzfristig orientierte Käufer wie Hedgefonds angewiesen sein. Auch ein Ankerinvestor sei denkbar, der im Vorhinein die Abnahme einer größeren Zahl von Aktien garantiere. Traton versucht zugleich auch Allianzen mit Konkurrenten in Asien und den USA zu schmieden, um das globale Wachstum anzukurbeln.