Morning Briefing - 14.06.2019

Traton-Börsengang soll 1,9 Milliarden einbringen - Ab 2025: Verbindliche CO2-Grenzwerte für Lkw und Busse - Renault und Nissan starten Innovations-Labor in Tel Aviv 

Das Wichtigste in Kürze zusammengefasst.

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Traton-Börsengang soll 1,9 Milliarden einbringen

Volkswagen will beim Börsengang seiner Nutzfahrzeugtochter Traton bis zu 1,9 Milliarden Euro einnehmen. Insgesamt würden bis zu 57,5 Millionen Aktien in einer Preisspanne zwischen 27 und 33 Euro pro Stück angeboten werden, teilte Volkswagen gestern Abend mit. Damit werde die Dachgesellschaft der Lkw- und Bushersteller MAN und Scania mit bis zu 16,5 Milliarden Euro bewertet. Die Papiere sollten zwischen Montag dem 17. und 27. Juni angeboten werden, als erster Handelstag an den Börsen in Frankfurt und Stockholm sei der 28. Juni geplant. „Der Börsengang hat das klare Ziel, Mehrwert für unsere Stakeholder zu schaffen“, erklärte Volkswagen-Finanzvorstand Frank Witter. Bei dem Börsengang würden zunächst 50 Millionen Aktien angeboten, erklärte VW. Zudem sei eine Mehrzuteilungsoption (Greenshoe) von 7,5 Millionen Papieren möglich. Abhängig von der endgültigen Anzahl der platzierten Aktien und dem Ausgabepreis liege das Gesamtangebotsvolumen zwischen 1,553 Milliarden Euro und 1,898 Milliarden Euro. Die Preisspanne entspreche einer Gesamtbewertung von 13,5 bis 16,5 Milliarden Euro. Der Streubesitz betrage dann zwischen zehn und 11,5 Prozent.

Ab 2025: Verbindliche CO2-Grenzwerte für Lkw und Busse

Die Mitgliedstaaten der EU haben die erstmals verbindlich festgelegten CO2-Grenzwerte für Busse und Lkw abschließend gebilligt. Eine entsprechende Verordnung nahm am Donnerstag bei einem EU-Ministertreffen in Luxemburg die letzte formelle Hürde. Der Ausstoß neuer Lkw soll demnach bis zum Jahr 2025 um 15 Prozent und bis 2030 um 30 Prozent gesenkt werden. Die Unterhändler des EU-Parlaments und der Mitgliedstaaten hatten sich nach langem Tauziehen auf die Grenzwerte geeinigt. Sie gelten dabei jeweils für die gesamte Flotte eines Herstellers. Geplant sind zudem Anreize für die Produktion von Fahrzeugen mit niedrigen bis gar keinen Emissionen. Bisher hatte die EU CO2-Reduktionsziele nur für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge festgelegt. Lkw und Busse verursachen nach Angaben der EU-Kommission etwa ein Viertel der CO2-Emissionen im Straßenverkehr und rund sechs Prozent der gesamten CO2-Emissionen in der EU.

Renault und Nissan starten Innovations-Labor in Tel Aviv 

Renault und Nissan nahmen am Montag offiziell die Zusammenarbeit mit dem Unternehmen Safe Ride auf. Der Anbieter von Cybersicherheits-Lösungen für den Automobilsektor arbeitet künftig mit den beiden Autobauern in den Bereichen Sensorik für autonomes Fahren, Cybersicherheit und Big Data zusammen. Konkret geht es um eine "gemeinsame Machbarkeitsstudie" mit der Renault Nissan Mitsubishi Alliance. Erprobt wird eine Cybersicherheits-Lösung an Fahrzeugen im neuen Innovation Lab Tel Aviv der Alliance. "vSentry" nutzt dabei hochentwickelte Machine Learning-Paradigmen, um das normale Fahrzeugverhalten festzulegen. Wenn das normale Verhalten festgelegt ist, können die Machine Learning-Modelle jedes abnormale Verhalten zuverlässig erkennen, kategorisieren, markieren und zur weiteren Analyse an das Connected Vehicles Security Operations Center melden. "Wir sind sehr stolz auf die Zusammenarbeit mit der Alliance an ihrem neuen Stützpunkt in Tel Aviv", sagt Yossi Vardi, Geschäftsführer von SafeRide Technologies. "In verschiedenen Cyberangriffsszenarien unter realen Bedingungen haben wir bereits vielversprechende Ergebnisse erzielt. Wir werden unsere Innovationsarbeit fortsetzen, damit unsere Technologie in einige der weltweit beliebtesten Fahrzeuge implementiert wird", so Vardi.