Morning Briefing - 30.08.2019

Toyota hält nach Brexit kurzzeitig Produktion an - Automobilimporteure plädieren für neuerliche Ökoprämie - Valtteri Bottas fährt auch in der Saison 2020 für Mercedes

Das Wichtigste in Kürze.

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Toyota hält nach Brexit kurzzeitig Produktion an 

Der Nachrichtenagentur "Reuters" zufolge, plant Toyota in Großbritannien nach dem Austrittstag aus der Europäischen Union in den dortigen Werken keine Fahrzeuge zu bauen. Etwaige Störungen, die durch einen ungeregelten Brexit verursacht werden, möchte der japanische Autobauer mit dieser Maßnahme umgehen. Der britische Premierminister Boris Johnson hat versprochen, dass Großbritannien die Europäische Union am 31. Oktober mit oder ohne Deal verlassen wird. Der Automobilsektor, das größte Exportgeschäft des Vereinigten Königreichs, ist einer der größten Gegner des geplanten Austritts. Besonders nach einem ungeregelten Austritt sieht sich die Branche mit neuen Zöllen, Warteschlangen an den Grenzen und mehr bürokratischem Aufwand als zuvor konfrontiert. Toyota baute über acht Prozent der im vergangenen Jahr in Großbritannien hergestellten Fahrzeuge in seinem Werk in Burnaston, Derbyshire und fuhr dort die Produktion des neuen Corolla im Frühjahr 2019 hoch. "Wir wissen nicht, wie die Situation tatsächlich aussehen wird", sagte eine Sprecher des Unternehmens und ergänzt: "Wir haben bereits Kontingente angelegt, die den Montag und Dienstag überbrücken werden. Dann werden wir sehen, wie die Situation danach aussieht." Britische Automobilhersteller sind in weltweite Netzwerke von Zulieferern integriert und operieren "just-in-time", was bedeutet, dass einige Fahrzeugkomponenten erst Minuten vor ihrem Einbau ankommen. Toyota sagte, dass die kurze Pause keinen Einfluss auf das Produktionsvolumen haben wird. 

Automobilimporteure plädieren für neuerliche Ökoprämie 

Die österreichischen Automobilimporteure begrüßen den gestrigen Diskussionsvorschlag erneut eine Ökoprämie einzuführen. „Das wäre ein sinnvoller Beitrag zum Klimaschutz, immerhin sind noch mehr als eine Million Fahrzeuge der Abgasklassen Euro 3 und älter auf Österreichs Straßen unterwegs“, so der Sprecher der österreichischen Automobilimporteure Günther Kerle. „Diese von der Straße zu bringen und durch saubere moderne Fahrzeuge der letzten Abgasnorm zu ersetzen, hat schon 2009 sehr gut funktioniert und wäre auch ein positives Zeichen, um die österreichische Automobilwirtschaft zu stärken, die immerhin für bis zu 450.000 Arbeitsplätze und ein Bruttoinlandsprodukt von elf Prozent verantwortlich ist. Die österreichischen Automobilimporteure sowie der Fahrzeughandel wären jedenfalls bereit, sich wie 2009 entsprechend an einer allfälligen Ökoprämie zu beteiligen“, betont Kerle abschließend. 

Valtteri Bottas fährt auch in der Saison 2020 für Mercedes

Mercedes-AMG Petronas Motorsport wird auch in der kommenden Saison auf Valtteri Bottas als Teamfahrer setzen. Bottas stieß im Jahr 2017 zu Mercedes-AMG Petronas Motorsport und spielte in den vergangenen beiden Saisons jeweils eine entscheidende Rolle beim Gewinn der Konstrukteurs-Weltmeisterschaft. Der 30-jährige Finne liegt im Moment mit 188 Punkten auf dem zweiten Platz der Fahrerwertung. Während seiner bislang zweieinhalb Jahre mit dem Team erzielte er fünf Siege und zehn Pole Positions. "In dieser Saison sind noch neun Rennen zu fahren und ich bin fest entschlossen, mich in jedem davon weiter zu steigern", so Bottas. "Mein Fokus liegt jetzt auf Spa und darauf, an diesem Wochenende gemeinsam mit dem Team eine starke Leistung abzuliefern.“ „Wir haben Valtteri für die Saison 2019 vor die Herausforderung gestellt, noch stärker zu sein als in der ersten Saisonhälfte 2018 - und das ist ihm mit einigen sehr beeindruckenden Leistungen in den ersten Rennen des Jahres gelungen", sagt Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff.