Arbeiterkammer-Vergleich

Teuerste Mechanikerstunde kostet im Vergleich zur günstigsten das Dreifache

Lesen Sie hier, wo die Automechanikerstunde am günstigsten und wo am teuersten ist. Inklusive Spar-Tipps der Arbeiterkammer OÖ.

Von

Was die Arbeitsstunde eines Kfz-Mechanikers, eines Kfz-Spenglers oder eines Kfz-Lackierer in Oberösterreich kostet wurde durch die Konsumentenschützer der Arbeiterkammer Oberösterreich (AK OÖ) verglichen. Insgesamt wurden die Kosten für Autoreparaturen und Pickerl-Überprüfung gemäß Paragraph 57a von 161 Autowerkstätten erhoben.

Gezeigt werden konnte, dass die Preise von Bezirk zu Bezirk stark variieren. Für eine Überprüfung nach Paragraf 57a inklusive Pickerl sind im Durchschnitt 48 Euro zu bezahlen. Die Bandbreite reicht von 35 bis 65 Euro.

Die Pickerl-Überprüfung ist im Bezirk Schärding am günstigsten, sie liegt im Durchschnitt bei 40 Euro. In acht Werkstätten wird bei Dieselfahrzeugen mehr verlangt als bei Benzinern. 71 Autowerkstätten haben die Preise für die Pickerl-Überprüfung gegenüber dem Vorjahr nicht verändert.

Automechanikerstunde kostet bis zu 144 Euro

Ein Mechaniker kostet pro Stunde durchschnittlich 94 Euro, ein Spengler durchschnittlich 128 Euro und ein Lackierer 131 Euro pro Stunde. Aber auch hier sind die Unterschiede laut AK erheblich: Für eine Mechanikerstunde werden von 48 bis 144 Euro - also bis zum Dreifachen - verlangt.

Die Arbeit eines Spenglers wird mit 60 bis 162 Euro verrechnet, jene von Lackierern von 72 bis 162 Euro. Generell seien die Preise im Vergleich zum Vorjahr um durchschnittlich 4,2 Prozent gestiegen.

Vier der getesteten Werkstätten nannten nur Ab-Preise, weil sich die Stundensätze nach der Automarke beziehungsweise der Größe des Fahrzeuges richten. Deshalb sollten sich die Konsumenten vor einer Reparatur nach den tatsächlichen Kosten für ihr Auto erkundigen.

Spar-Tipps der Arbeiterkammer OÖ

  • Vergleichen lohnt sich: Die teuerste Mechanikerstunde kostet im Vergleich zur günstigsten das Dreifache
  • Holen Sie vor Auftragserteilung einen schriftlichen Kostenvoranschlag ein. Ein Kostenvoranschlag ist grundsätzlich kostenlos, außer die Werkstatt weist Sie vorher darauf hin (etwa in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen).
  • Die Fehlersuche durch eine Werkstätte ist grundsätzlich nicht kostenlos. Legen Sie zur Sicherheit im Vorhinein eine Preisobergrenze fest.
  • Lassen Sie sich durchgeführte Reparaturarbeiten erklären und besprechen Sie Unklarheiten in der Rechnung sofort bei Übernahme.
  • Informieren Sie sich: Pickerl-Überprüfungen werden im Rahmen eines (Jahres-) Service-Termins von manchen Unternehmen gratis oder verbilligt durchgeführt.

Folgen Sie uns auf Facebook 

Folgen Sie dem Autor auf: @lukasklamert