Morning Briefing - 25.10.2019

Tesla löst GM als wertvollster US-Autokonzern ab - Continental: Protest gegen Stellenabbau in Babenhausen - Daimler zieht beim Sparen die Schrauben deutlich an 

Das Wichtigste in Kürze.

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Tesla löst GM als wertvollster US-Autokonzern ab 

Die Freude der US-Anleger über Teslas überraschend hohen Quartalsgewinn hat den Konzern von Elon Musk gestern zum wertvollsten US-amerikanischen Autohersteller gemacht. Die Tesla-Aktie stieg an der Wall Street im Verlauf um 17 Prozent auf 298 Dollar (circa 268 Euro), was einen Börsenwert von 53 Milliarden Dollar (circa 48 Milliarden Euro) ergab. Der Elektrowagenproduzent überholte damit das Traditionsunternehmen General Motors (GM), das auf 51 Milliarden Dollar (circa 46 Milliarden Euro) kommt. Tesla hatte am Mittwoch nach US-Börsenschluss einen Gewinn von 143 Millionen Dollar bekanntgeben. Experten hatten eigentlich mit einem Verlust gerechnet.

Continental: Protest gegen Stellenabbau in Babenhausen 

Rund 2000 Menschen haben am Donnerstag in Babenhausen gegen den angekündigten weitreichenden Stellenabbau bei Continental protestiert. "Wir werden selbstverständlich keine Ruhe geben, bis klar ist, wie es mit dem Standort weitergeht", sagte Jochen Homburg, der Geschäftsführer der für das Conti-Werk in Babenhausen zuständigen IG-Metall-Geschäftsstelle Darmstadt, nach dem Protestmarsch. Die Auftragsbücher seien voll, was Entwicklung und Produktion angehe. "Ich sehe da sehr gute Chancen. Wir werden Vorschläge machen, wie es weiter gehen kann." Continental hatte im September angekündigt, die Serienproduktion von Steuerungsinstrumenten im Werk Babenhausen bis 2025 zu beenden. Zudem soll geprüft werden, die Hälfte der Entwicklungsarbeit an andere Standorte zu verlagern. Betroffen seien in dem Werk im Kreis Darmstadt-Dieburg mehr als 2200 Arbeitsplätze.

Daimler zieht beim Sparen die Schrauben deutlich an 

Als erster deutscher Autobauer legte Daimler am Donnerstag nach einem Milliardenverlust im Vorquartal für Juli bis September zwar einen Gewinnanstieg vor, doch der Ausblick blieb sorgenvoll, berichtet "Reuters". Vorstandschef Ola Källenius erklärte, der Autobauer müsse sich noch erheblich mehr bei der Transformation, etwa dem Wandel zu E-Autos, anstrengen und deutlich sparen. “Wir schauen uns alle Kosten an”, sagte Finanzvorstand Harald Wilhelm, einschließlich denen fürs Personal. “Schärfer” rangehen müsse der Konzern auch an die in den Vorjahren gestiegenen Investitionen. Details dazu wollen Källenius und Wilhelm am 14. November bekannt geben. Von Personalabbau und Unternehmensumbau ist in der Branche allerorten die Rede, weil Gewinne wegbrechen. Zuletzt senkten Ford und Renault die Gewinnprognosen.