Morning Briefing - 26.02.2018

Tesla-Fahrer stirbt in Flammen: Türgriffe funktionierten nicht - Seat stellt Studie eines elektrischen Mini-Fahrzeugs vor - Mercedes G-Klasse bekommt Experience Center in der Steiermark

Das Wichtigste des Tages in Kürze zusammengefasst.

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Zitat des Tages 

„Ich möchte jetzt noch kein Datum nennen, aber ja, wir brauchen einen rein elektrisch angetriebenen Bentley. Und zwar je früher, desto besser.“

Adrian Hallmark, Chairman und CEO bei Bentley

Tesla-Fahrer stirbt in Flammen: Türgriffe funktionierten nicht 

Wie "electrek" berichtet, ereignete sich am Sonntagabend ein tragischer Unfall in Florida, bei dem der Fahrer eines Tesla in seinem brennenden Auto ums Leben kam. Der Tesla-Fahrer war mit über 120 Stundenkilometer auf einem Highway unterwegs, als er plötzlich von der Fahrbahn abkam und gegen einige Palmen fuhr. Daraufhin ging das Fahrzeug komplett in Flammen auf. Augenzeugen meldeten, dass der Verunglückte nicht rechtzeitig durch einen Polizisten aus dem Fahrzeug gerettet werden konnten, weil das Fenster beim Einschlagen nicht brach. Zudem funktionierten die Türgriffe nicht und die Luft wich offenbar nicht aus den aufgeblasenen Airbags, wodurch es nicht möglich war, den verletzten Fahrinsassen im Inneren zu lokalisieren. In der offiziellen Tesla-Ersthelfer-Anleitung steht, dass sich die Türen im Falle eines Auffahrunfalls problemlos öffnen lassen sollten. Unabhängig davon kommentierte Tesla, dass Fahrzeuge - egal ob Verbrennungsmotor oder Elektroantrieb - bei einem Unfall wie diesem zu brennen beginnen können.  Derzeit untersucht die Polizei noch die genauen Umstände, wie es zu dem tragischen Unfall gekommen ist; erhöhte Geschwindigkeit wird als Unfallgrund angenommen. Im Mai vergangenen Jahres starben zwei Jugendliche bei einem Autounfall, bei dem ein Tesla Model S Modell anschließend Feuer fing. Die damalige Unfallgeschwindigkeit betrug 186 km/h. 

© Screenshot: Twitter/MJ_Reports

Seat stellt Studie eines elektrischen Mini-Fahrzeugs vor

Auf dem Mobile World Congress in Barcelona zeigt die VW-Tochter Seat ein Kleinstfahrzeug, das optische Ähnlichkeiten zum Renault Twizy aufweist, jedoch ein neues Kapitel in der urbanen Mikromobilität aufschlagen soll. Es handelt sich um ein vollelektrisches Kleinstwagen-Konzept für Sharing-Dienste. "Das Design des Seat Minimó wurde speziell für die urbanen Mobilitätsanforderungen von morgen entwickelt, wenn es Zufahrtsbeschränkungen für Autos und nur wenige Anbieter für Kleinstfahrzeug geben wird“, sagte Seat-Chef Luca de Meo. Der Akku soll einfach zu tauschen sein und aufgrund seiner kompakten Größe minutenschnell aufgeladen sein. Die Reichweite des Akkus mit 9,6 kWh wird mit mehr als 100 Kilometer angegeben. Zwei Personen lassen sich mit dem Seat Minimó transportieren. Dazu sitzen die Insassen in dem 2,5 m langen und 1,24 m breiten Gefährt hintereinander. Als benötigte Parkfläche gibt Seat 3,1 Quadratmeter an - weniger als die Hälfte im Vergleich zu normalen Pkw.  Angetrieben wird der Minimó von zwei gekoppelten Riemen-Starter-Generatoren mit je 9,5 kW. Die Höchstgeschwindigkeit des nur 450 Kilo leichten Gefährts soll bei 90 km/h liegen. Mit diesem Fahrzeug setzt Seat künftig auch auf die 5G-Technologie zur Vernetzung mit der Infrastruktur. 

Mercedes G-Klasse bekommt Experience Center in der Steiermark

Mit dem symbolischen Spatenstich auf dem ehemaligen Fliegerhorst Nittner in Kalsdorf, rund 15 Kilometer südlich von Graz, erfolgte am 22. Februar der offizielle Baubeginn für ein neues G-Class Experience Center. Dort werden Kunden und Fans die On- und Offroadfähigkeiten der G-Klasse eindrucksvoll erleben können. Die Eröffnung soll noch 2019 erfolgen. "Unsere traditionelle Teststrecke am Grazer Hausberg Schöckl ist eine der weltweit härtesten Offroad-Teststrecken und bleibt für unsere professionellen Entwicklungs- und Testfahrten das Maß aller Dinge", sagte Gunnar Güthenke, Leiter Produktbereich Geländewagen bei Mercedes-Benz. Auf dem über 100.000 Quadratmeter großen Grundstück entstehen neben einem Empfangs- und Präsentationsbereich insgesamt vier Testmodule: ein natürlicher und ein künstlich angelegter Offroad-Bereich, ein Hügel mit verschiedenen Auffahrtsrampen mit bis zu 100 Prozent Steigung sowie ein Onroad-Bereich auf den ehemaligen Taxiways. Dort sollen die Teilnehmer unter anderem Brems- und Slalomübungen mit der G‑Klasse absolvieren können. Nur rund 20 Fahrminuten entfernt vom neuen G-Class Experience Center ist das Werk von Magna Steyr, in dem seit 1979 für Mercedes-Benz die G-Klasse gebaut wird.