Morning Briefing - 26.06.2019

Tesla erreicht sein Rekordquartal voraussichtlich nicht - Berlin will den Ausbau von Ladestationen beschleunigen - Chinesen eröffnen Montagewerk für E-Busse in Kanada 

Das Wichtigste in Kürze zusammengefasst.

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Tesla erreicht sein Rekordquartal voraussichtlich nicht 

Der kalifornische E-Autobauer dürfte sein gestecktes Quartalsziel nicht erreichen. Wie "Electrek" erfahren haben will, hat Tesla im zweiten Quartal bisher über 49.000 Fahrzeuge in Nordamerika ausgeliefert, rund 22.000 davon im Juni. Der amerikanische Elektroautobauer Tesla wollte im zweiten Quartal jedoch seinen Rekord von 90.700 ausgelieferten Fahrzeugen knacken. Es seien zwar noch über 12.000 zusätzliche Bestellungen vorhanden, so dass Tesla zum Quartalsende auf rund 61.000 Auslieferungen kommen könnte, das sei aber eher unwahrscheinlich, dass alle diese Fahrzeuge bis zum Monatsende ausgeliefert werden können. Eine Stellungnahme seitens des Unternehmens gab es zunächst nicht. 

Berlin will den Ausbau von Ladestationen beschleunigen 

Regierung und Autobranche in Deutschland wollen den Ausbau des Ladenetzes für Elektro-Fahrzeuge weiter vorantreiben. Man habe sich verständigt, einen "Masterplan" dafür zu entwickeln, sagte der Präsident des Verbands der Automobilindustrie (VDA), Bernhard Mattes, nach einem Treffen von Branchenvertretern und den Spitzen der Koalition am späten Montagabend im Kanzleramt in Berlin. Industrie, Gewerkschaften und Politik hätten "einen guten Grundstein" für vernünftige Maßnahmen gelegt, um die Klimaschutzziele zu erreichen. Der Plan solle alles Erforderliche klären, um das Netz von Ladestationen so auszubauen, dass bis 2030 sieben bis zehneinhalb Millionen E-Fahrzeuge auf den deutschen Straßen sein könnten. Ladestellen seien einer der wesentlichen Punkte für die Kundenakzeptanz, sagte Mattes. Über finanzielle Zusagen und Fördermittel sei nicht gesprochen worden. Die erzielten Ergebnisse für einen Masterplan sollten bei einem nächsten Treffen erörtert werden. Dann sollten auch Beschlüsse folgen.

Chinesen eröffnen Montagewerk für E-Busse in Kanada 

Das chinesische Unternehmen BYD hat sein erstes kanadisches Montagewerk für Elektrobusse eröffnet. In dem rund 45.000 Quadratmeter großen Werk in Newmarket nahe Toronto werden zunächst Busse für die Toronto Transit Commission montiert, die zehn Elektrobusse mit einer Option für weitere 30 bestellt hat. Der chinesische Konzern will in Kanada seine Elektrobusse für Nordamerika fertigen – nachdem der Auftrag aus Toronto abgearbeitet ist. Neben Toronto sind BYD-Elektrobusse auch in den kanadischen Städten Victoria, Longeuil, St. Albert und Grand Prairie im Einsatz. „Wir sind bestrebt, mit Kommunen in ganz Kanada zusammenzuarbeiten, und wir setzen uns leidenschaftlich dafür ein, hier in Nordamerika und auf der ganzen Welt eine sauberere Umwelt zu schaffen“, sagte BYD-Präsidentin Stella Li. BYD weitet sein Produktionsnetzwerk für E-Busse derzeit stark aus. Im Dezember 2018 lief der erste Elektrobus in Frankreich vom Band. Zudem betreiben die Chinesen ein E-Bus-Werk in Ungarn, von dem aus die meisten europäischen Märkte beliefert werden.