Morning Briefing

Tesla baut ohne offizielle Baugenehmigung in Grünheide weiter - Weiterer Toter in den USA wegen fehlerhaftem Takata-Airbag - Polestar rudert schnell zurück: E-Autos mit fehlerhaften Batterien

Das Wichtigste in Kürze.

Tesla baut ohne offizielle Baugenehmigung in Grünheide weiter 

Zwar ist der kalifornische Autobauer in Grünheide bei Berlin schon bei der Errichtung der Grundkonstruktionen, führt dies aber bislang ohne offizielle Baugenehmigung durch. Dass Tesla mitten in den Arbeiten aber wieder zum Status quo zurückkehren muss, ist nach Ansicht des brandenburgischen Wirtschaftsministers Jörg Steinbach unwahrscheinlich. „Allein in Brandenburg sind seit 2017 über 40 Mal Genehmigungen zu einem sogenannten vorzeitigen Maßnahmenbeginn erteilt worden“, sagte Steinbach in Bezug auf den bereits erfolgten Baubeginn der Nachrichtenagentur Reuters. Ein Rückbau sei bisher sogar nie nötig gewesen, heißt es. Alles in allem schafft Elon Musk mit dem Bau seiner Anlage neue Arbeitsplätze.

Weiterer Toter in den USA wegen fehlerhaftem Takata-Airbag 

Ein fehlerhafter Airbag-Gasgenerator der Marke Takata, der in einem Honda Civic (2002) verbaut war, wurde laut der U.S. National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA) einer weiteren Person zum Verhängnis. Diese hat nun bestätigt, dass der fehlerhafte  Airbag-Gasgenerator mit einem Unfall am 20. August 2020 in Verbindung steht und in weiterer Folge zum Tode eines Fahrers in Arizona geführt hat. Um einen Einzelfall dürfte es sich laut NHTSA nicht handeln. Der Defekt kann in seltenen Fällen dazu führen, dass sich Metallteile beim Aufblasen des Airbags lösen und die Fahrinsassen schwer verletzt werden können - im Fall des Honda Civic Fahrers sogar mit Todesfolge. Dies hat die größte Autorückholaktion in der Geschichte der USA zur Folge. 

Polestar rudert schnell zurück: E-Autos mit fehlerhaften Batterien

In den Medien wurde von einem Rückruf „aller“ bislang ausgelieferten Exemplare des chinesisch-schwedischen Herstellers Polestar berichtet. 2200 Fahrzeuge soll die Aktion betreffen. Das sollen alle E-Autos, die bislang ausgeliefert wurden. Ein Software-Problem in der Batteriesteuerung kann zu einem "Antriebsverlust” führen. Die betroffenen Besitzer werden laut der Mitteilung "zeitnah kontaktiert” um einen Termin mit einem Polestar Service-Partner zu vereinbaren. Das Problem soll sich aber mit einem Software-Update beheben lassen. Die Rückrufaktion sei deshalb laut Polestar vielmehr als Vorsichtsmaßnahme zu verstehen. Durch immer mehr Software im Fahrzeugen sind solche Fahrzeugfehler keine Seltenheit mehr.