Morning Briefing - 30.04.2019

Stadt Wien: Erster Lkw mit Abbiegeassistent ausgestattet - Daimler zieht Marke Smart aus den USA ab - Brexit: Britische Autoproduktion bricht um 16 Prozent ein

Das Wichtigste des Tages in Kürze zusammengefasst.

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Stadt Wien: Erster Lkw mit Abbiegeassistent ausgestattet 

Wie angekündigt, wird die Stadt Wien ihre Lkw mit Abbiegeassistenten ausrüsten. Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou hat vorgeschlagen, beim Fuhrpark der Verkehrsabteilungen den Anfang zu machen. „Wir haben jetzt mit dem größten Lkw der Verkehrsabteilung (MA 28) begonnen“, so Vassilakou, „parallel dazu haben wir einen 3-Punkte-Plan zur Schulwegsicherheit auf Schiene gebracht sowie den Fördertopf für Maßnahmen zur Verbesserung der Schulwegsicherheit um eine Million Euro erhöht und die Bezirke um Mitwirkung ersucht." Der Lkw der MA 28 wiegt 25 Tonnen und wurde mit dem System Mobileye Shield+ ausgestattet. Der Lastwagen ist ein sogenannter „Reparaturzug“ und wird für den Transport von Baumaterial verwendet. Er ist häufig in engen Gassen unterwegs, hier kann der Abbiegeassistent in Sachen Sicherheit punkten. Das System ist mit vier Ultraschallsensoren, einer Kamera und einem Monitor ausgestattet. Das System gibt zuerst ein optisches (blinkender Balken) und schließlich ein akustisches Signal zur Warnung des Lenkers ab, falls sich im toten Winkel jemand befindet. 

Daimler zieht Marke Smart aus den USA ab 

Die kleinen, zweisitzigen Gefährte, die auch in enge Parklücken passen und im innerstädtischen Bereich weniger Probleme bei der Parkplatzsuche haben, werden in den USA und Kanada durch den Konzern Daimler nicht weiter fortgeführt. Das gab der Autokonzern am Montag bekannt. Zwar hat sich Smart einen Kundenstock aufgebaut, vorrangig in dicht besiedelten Städten, doch dieser ist offenbar zu klein, um lukrativ genug für die Marke zu sein. Smart gab an, dass im März lediglich 90 Fahrzeuge in den USA verkauft wurden. Das entspricht gegenüber dem Vorjahr einem Rückgang von 18 Prozent. Mitgrund ist die Treibstoff-Politik der USA sowie die relativ gute Wirtschaftslage, die Käufer dazu animiert, sich größere Fahrzeuge  anzuschaffen. Überdies würden laut Daimler die Kosten für die Homologation (Anpassung an die Richtlinien des jeweiligen Landes) hoch sein. Daimler stellte den Verkauf von Kraftstoff-betriebenen Smarts bereits im Jahr 2017 ein. Nun will Mercedes-Benz mit dem EQC SUV im Jahr 2020 größere vollelektrische Fahrzeuge auf die Märte in Übersee bringen. 

Brexit: Britische Autoproduktion bricht um 16 Prozent ein

Die Wirren des Brexit schicken die Produktion des britischen Automarkts weiter auf Talfahrt. Im ersten Quartal 2019 haben die britischen Hersteller erneut einen heftigen Rückgang verzeichnet, wie der Branchenverband SMMT (Society of Motor Manufacturers and Traders) mitteilte. Demnach sank die Produktion seit Jahresbeginn im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um knapp 16 Prozent. Der März in diesem Jahr war der zehnte Monat in Folge, in dem in Großbritannien weniger Autos vom Band rollten als im Vormonat. Grund für den Rückgang sind dem Branchenverband SMMT zufolge die sinkende Nachfrage in Asien und Europa sowie veränderte Präferenzen der Verbraucher. Aber auch die Unsicherheit um den EU-Austritt Großbritanniens spielt eine Rolle. Knapp 79 Prozent der britischen Autoproduktion geht in den Export. Freier und reibungsloser Handel sei daher von enormer Bedeutung. "Trotz der Verschiebung tickt die Brexit-Uhr und ein 'No Deal' droht weiter. Diese neue Phase der Unsicherheit fügt der Branche weiterhin großen Schaden zu", sagte SMMT-Chef Mike Hawes der Mitteilung zufolge. Die Frist für den EU-Austritt wurde inzwischen bis 31. Oktober verlängert. Ein ungeregeltes Ausscheiden ohne Vertrag ist aber weiterhin möglich.