Im Fahrtest: Seat Leon

Spanische Lebensfreude

Traut man sich noch nicht die österreichischen Grenzen hinter sich zu lassen, vermisst aber das südländische Temperament – ja, dann könnte man zumindest auf ein Fahrzeug mit diesem Hintergrund zurückgreifen. Wie auf den Seat Leon.

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Möchte man dann noch im herrschenden Mainstream der elektrifizierten Antriebe mitmischen, ist das nun mit dem Leon e-Hybrid möglich. Der jetzt eben auch als Plug-in-HybridVersion zu haben ist. Karosserie/Innenraum Bevor wir uns näher dem Antrieb widmen, vorab wie gewohnt ein Blick auf das Äußere und Innere. Bei der aktuellen Generation wurden ein paar Kleinigkeiten verändert, er rollt optisch sportlicher über die Straße. Inklusive Voll-LED-Scheinwerfern und neu gestalteten Rücklichtern. Wirkt dynamisch und energiegeladen. Willkommen heißt er seine Insassen durch ein auf den Boden projiziertes „Hola!“, ein nettes Gimmick am Rande. Übrigens, „Hola!“ heißt auch das Zauberwort, möchte man Sprachbefehle abgeben. Wie zum Beispiel „Es stinkt“ in einem möglichen Stau, dann wird umgehend automatisch auf Umluft gestellt.

Ja, man hat durchaus seinen Spaß im Leon und kann richtig kommunizieren. Da spielt dann weiters die Seat Connect App eine Rolle, über welche man neben dem Fahrzeugstatus unter anderem auch den Ladevorgang verwalten oder die Klimatisierung steuern kann. Absolut erwähnenswert ist dann der Wohlfühlfaktor, auf ein angenehmes Ambiente wurde viel Wert gelegt. Und das erreicht man unter anderem durch unterschiedliche Lichtspiele. Wie durch den umlaufenden Lichtstreifen. Genauso natürlich wie durch hochwertige Materialien, die zu einem exklusiven Flair verhelfen. Nicht zu vergessen die Top-Serienausstattung. Dazu zählt ein Navigationssystem genauso wie eine Parkhilfe per Ultraschall, Seat Connect 3.0 und zahlreiche weitere Feinheiten.

★★★★ Motor/Getriebe

Das Herzstück ist der 1,4-Liter-Benziner mit 150 PS, der mit einem 115 PS starken Elektromotor kombiniert wurde. Die daraus resultierende Systemleistung von 204 PS bringt schon einen hohen Fahrkomfort. Eine sanfte Betätigung des Gaspedals sorgt für ein geräuscharmes und dennoch flottes Vorwärtskommen. Nach einer vollen Betankung zeigte er eine Reichweite – ohne elektrische Unterstützung – von rund 570 km an. Laut Hersteller liegt die Gesamtreichweite bei knapp 800 km. Wir werden uns bemühen, an diesen Wert noch heranzukommen.

★★★ Fahrwerk/Bremsen

Ein absolutes Reisegefährt. Das komfortabel, aber dennoch sportlich abgestimmte Fahrwerk lässt zu, dass man ihn ambitioniert über diverse Bergstraßen dieser Welt treibt. Gleichzeitig federt er gekonnt etwaige Querrillen oder sonstige Unpässlichkeiten der Straße weg. Gut dosiert und auf die Leistung abgestimmt erweisen sich auch die Bremsen. Das gesamte Handling passt einfach.

★★★★ Fazit

Ein wirklich komfortables Fahrzeug mit einem sympathischen Charakter und dem gegenwärtigen elektrischen Trend der Zeit entsprechend. Als Vielfahrerauto wärmstens zu empfehlen. 

Gesamtbewertung: ★★★★