Morning Briefing - 04.07.2019

Sommerbaustellen führen zu teils langen Verzögerungen in Wien - BMW und Daimler starten langfristige Entwicklungskooperation - Tesla liefert wieder mehr Fahrzeuge an Kunden aus 

Das Wichtigste in Kürze zusammengefasst.

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Sommerbaustellen führen zu teils langen Verzögerungen in Wien

Zusätzlich zu den Verzögerungen zu den Verkehrsspitzen auf der Südost Tangente (A23) müssen sich Autofahrer laut ÖAMTC auch heuer im Sommer vor Baustellen in Geduld üben. Ein besonders unangenehmer Staupunkt ist der Kreuzungsbereich Innerer Währinger Gürtel/Nußdorfer Straße/Döblinger Hauptstraße. Hier sind auf allen Relationen Fahrstreifen wegen Gleisarbeiten gesperrt. Die Staus reichen täglich auf dem Gürtel bis zum AKH zurück, manchmal auch weiter. Richtung Gürtel stehen die Kolonnen laut ÖAMTC in Döbling auf der Billrothstraße bis zur Peter-Jordan-Straße, auf der Döblinger Hauptstraße bis zur Schegargasse. Auch auf der Nußdorfer Straße Richtung Gürtel sowie auf dem Linksabbieger des Döblinger Gürtels Richtung Zentrum kommt es zu Verzögerungen. Im 3. Bezirk führen ebenfalls Gleisarbeiten im Bereich Ungargasse/Invalidenstraße zeitweise zu Staus und Sperren. Betroffen sind außer den beiden Straßen auch Rennweg, Landstraßer Hauptstraße, Neulinggasse, Rochusgasse und Sechskrügelgasse.

BMW und Daimler starten langfristige Entwicklungskooperation 

Die beiden Autokonzerne fokussieren ihre Zusammenarbeit zunächst in den Bereichen Fahrassistenzsysteme und hochautomatisiertes Fahren auf Autobahnen sowie automatisierte Parkfunktionen bis Automatisierungs-Level 4. Darüber hinaus streben die Partner auch Gespräche über eine Ausdehnung des Kooperationsumfangs in der Zukunft auf höhere Automatisierungsgrade für urbane Gegenden und Städte an. Die Zusammenarbeit beider ist offen für die Teilnahme weiterer OEM- und Technologie-Partner. Die Ergebnisse der Zusammenarbeit werden zudem weiteren OEMs zur Lizenzierung angeboten. Ab dem Jahr 2024 sollen entsprechende Systeme in Pkw für Privatkunden verfügbar sein. Jedes Unternehmen wird die Ergebnisse der Entwicklungskooperation individuell in seine Serienprodukte umsetzen. Im Rahmen der Kooperation werden über 1.200 Fachleute zusammenarbeiten, zum Teil auch in gemischten Teams. Zu den Standorten zählen der BMW Group Autonomous Driving Campus in Unterschleißheim bei München sowie das Mercedes‑Benz Technology Center (MTC) in Sindelfingen und das Daimler Prüf- und Technologiezentrum in Immendingen. Die Aufgaben sind unter anderem, eine skalierbare Architektur für Fahrassistenzsysteme inklusive Sensoren zu konzipieren, ein gemeinsames Rechenzentrum zur Speicherung, Verwaltung und Weiterverarbeitung von Daten aufzubauen sowie Funktionen und Software zu entwickeln.

Tesla liefert wieder mehr Fahrzeuge an Kunden aus 

Der US-Elektroautobauer Tesla hat im Quartal einen Rekord bei den Auslieferungen verzeichnet, berichtet "Reuters". Insgesamt lieferte Tesla 95.200 Fahrzeuge aller Modelle aus, ein Plus von 51 Prozent zum ersten Quartal. Prognostiziert worden waren 89.084. Der Konzern übergab allein von seinem Model 3 77.550 Autos an die Kunden, Analysten hatten mit 73.144 gerechnet. “Wir sind gut positioniert, damit die Produktion und die Auslieferungen im dritten Quartal weiter wachsen können”, teilte der Elektroautopionier am Dienstag mit. Tesla hatte in Aussicht gestellt, 2019 360.000 bis 400.000 Fahrzeuge auszuliefern - ein Ziel, das viele Analysten für schwer erreichbar halten. Die Anleger reagierten nach Monaten der Unsicherheit zunächst erleichtert: Die Tesla-Aktien kletterten nachbörslich um sieben Prozent. Trotz der gestiegenen Auslieferungen im zweiten Quartal bleibe die Börse skeptisch, urteilte Analyst Dan Ives von Wedbush. Nachfrage und Profitabilität blieben die wichtigsten Treiber für die Titel. Die Herausforderungen seien noch lange nicht gemeistert. Seit Jahresbeginn hatten die Papiere rund ein Drittel ihres Wertes eingebüßt. Das erste Quartal war für die Kalifornier alles andere als erfolgreich gewesen: Logistikprobleme in internationalen Häfen und verringerte steuerliche Anreize in den USA, die die Nachfrage dämpften, hatten Tesla einen Verlust von 702 Millionen Dollar eingebrockt.