Tipps & Tricks

So lassen sich Standschäden beim Firmenwagen vermeiden

Zwar nimmt der Straßenverkehr wieder deutlich in Österreich zu - nicht so wie im ersten großen Lockdown vergangenen Jahres -, doch das Auto wird vergleichsweise oft stehen gelassen. Wenn möglich, arbeiten die Menschen von daheim. Lange Standzeiten sind für ein Auto jedoch suboptimal. Wie sich Standschäden vermeiden lassen, erklärt A.T.U.

Gerade bei Firmenfahrzeugen gilt wie immer: Im Notfall an den Fuhrparkleiter bzw. den dafür Beauftragten wenden. Der Arbeitgeber hat für einen funktionierenden fahrbaren Untersatz Sorge zu tragen. 

Wie heißt es im Volksmund so schön: "Wer rastet, der rostet". Selbiges gilt auch für das eigene Auto beziehungsweise den Firmenwagen. Gerade während der Covid-19-Pandemie - und besonders in Zeiten von strengen Kontakt- und Bewegungsbeschränkungen - nimmt die Nutzung des eigenen Autos ab - selbst wenn der eigene fahrbare Untersatz als Fortbewegungsmittel Nummer eins aktuell sehr gefragt ist. Reisebeschränkungen und Home Office tragen dennoch dazu bei, dass das Auto seltener als zuvor bewegt wird - gerade über lange Strecken. Wie Sie das Auto vor Standschäden schützen, erklärt A.T.U-Experte Christopher Lang.

Verformte Reifen durch Stillstand

Das Beste für ein Auto ist, es regelmäßig zu fahren. „Besonders den Bremsen, der Batterie oder auch den Reifen tut dieser Stillstand überhaupt nicht gut“, weiß A.T.U-Experte Lang. Standschäden am Auto lassen sich allerdings durch ein paar einfache Maßnahmen größtenteils verhindern: „Steht ein Auto über längere Zeit immer an der gleichen Stelle und kommen die Reifen nicht ins Rollen, entsteht ein sogenannter Standplatten“, erklärt Christopher Lang. Dabei verformen sich die Reifen auf der ständig belasteten Seite und laufen nicht mehr rund. Handelt es sich nur um eine sehr leichte Verformung, erholt sich der Reifen oft auf den ersten Kilometern wieder.

Bleibt das unrunde Fahrverhalten bestehen, müssen die Reifen leider getauscht werden. Um einem Standplatten entgegenzuwirken, sollte man den Reifen mit dem maximal angegebenen Luftdruck befüllen. Einerseits wird der Reifen dadurch runder und nicht so schnell auf einer Seite platt, andererseits lassen die niedrigen Temperaturen im Winter den Druck automatisch sinken. Die sicherste Variante ist, das Auto über die Standzeit hin und wieder zu bewegen oder alternativ aufzubocken. Auch sogenannte Reifenbetten oder Reifenschuhe können dabei helfen, die Pneus rund zu halten und zu schonen – so kann man sich in vielen Fällen den Kauf neuer Reifen ersparen.

Lange Standzeiten - rostige Bremsen

An Autos, die nicht in einer Garage oder an einem trockenen Ort stehen, kann sich schnell Flugrost an den Bremsen bilden. „Der Entstehung von Rost kann man entgegenwirken, indem man die Bremsen vor dem Abstellen des Autos richtig trocken bremst“, sagt Lang und ergänzt: „Entsteht dennoch Rost durch Nässe, Schmutz und Streusalz, kann dieser meist durch kräftiges Bremsen wieder entfernt werden.“ Sofern das Auto nicht am Hang abgestellt wird, empfiehlt es sich nach Möglichkeit außerdem, den ersten Gang einzulegen und die Räder zur Bordsteinkante hin einzuschlagen anstatt die Handbremse anzuziehen, da sich die Feststellbremse bei langer Standzeit festsetzen kann.

Leere Autobatterie

„Auch wenn das Auto steht, entlädt sich die Autobatterie“, gibt Lang zu bedenken, „denn die Alarmanlage oder eventuelle Kriechströme entziehen der Autobatterie den Strom auch im Stand.“ Um das Entladen zu verhindern und einer Tiefentladung oder Schäden vorzubeugen, sollte die Batterie bei längerer Standzeit an ein Erhaltungsladegerät angeschlossen werden. Auch ist es empfehlenswert, das Auto ab und zu für eine Bewegungsfahrt zu starten. Ist die Batterie dennoch leer, kann sie mit einem Ladegerät geladen werden – im ungünstigsten Fall ist Starthilfe vom Experten oder das Erneuern der Batterie notwendig.

Weitere Tipps vom Experten 

Vor dem Abstellen sollte der Fahrzeuginnenraum gut getrocknet werden. Feuchte Gegenstände oder Schneereste von der letzten Fahrt können im Innenraum über längere Zeit zu üblen Gerüchen oder sogar Schimmel führen. Auch auf die Klimaanlage sollte geachtet werden: wird diese nicht genutzt, können sich auf dem Verdampfer Bakterien und Schimmel vermehren. „Strömt aus der Klimaanlage beim Einschalten nach längerer Pause ein unangenehmer, muffiger Geruch, muss diese zwingend desinfiziert werden“, rät Lang.