Morning Briefing

Sixt macht schwache Figur und muss verkleinern - Uber könnte Betrieb in Kalifornien aussetzen - Spitzel-Affäre bei VW: Angeblicher Spion möglicherweise tot

Das Wichtigste in Kürze.

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Sixt macht schwache Figur und muss verkleinern 

Angesichts massiver Geschäftsrückgänge in der Corona-Krise verringert Deutschlands größter Autovermieter Sixt seine Fahrzeugbeschaffung drastisch. Im ersten Halbjahr ergänzte Sixt seine Flotte um 84.000 Fahrzeuge im Wert von 2,6 Milliarden Euro. Im Vorjahreszeitraum waren es noch 149.000 Fahrzeuge im Wert von 4,3 Milliarden Euro. Der Bestand schrumpfte damit um 18 Prozent auf 117.000 Fahrzeuge. Sixt hatte Anfang August seine Jahresprognose gekippt, ohne eine neue vorzulegen. Im zweiten Quartal erwirtschaftete Sixt zwei Drittel weniger Umsatz und machte einen Verlust von 118 Millionen Euro vor Steuern. Um nach der Pandemie wieder zu wachsen, liege der Fokus auf der Internationalisierung und Digitalisierung des Geschäfts. 

Uber könnte Betrieb in Kalifornien aussetzen

Uber erwägt nach einer Gerichtsentscheidung vorübergehend den Betrieb in Kalifornien auszusetzen - einem der wichtigsten Märkte des Fahrdienst-Vermittlers. Ein Richter hatte diese Woche per einstweiliger Verfügung angeordnet, dass die Fahrer bei Uber und dem Konkurrenten Lyft in dem Bundesstaat gemäß einem Gesetz von 2019 als Mitarbeiter statt als unabhängige Unternehmer betrachtet werden müssen. Die Verfügung ist zunächst für zehn Tage ausgesetzt, um Uber Zeit für eine Berufung zu geben. Wenn diese keinen Erfolg haben sollte, würde Uber zunächst bis Anfang November seinen Dienst stoppen, sagte Firmenchef Khosrowshahi dem Sender MSNBC.

Spitzel-Affäre bei VW: Angeblicher Spion möglicherweise tot

Der Verdächtigte in der Abhöraffäre bei Volkswagen ist möglicherweise tot. Bei einer in einem ausgebrannten Auto gefundenen Leiche könnte es sich um den mutmaßlichen Spitzel handeln, berichten das "Handelsblatt" und die "Wolfsburger Nachrichten". Wie aus den Berichten hervorgeht, wurde das Auto am Montagabend in der Nähe von Helmstedt gefunden. Darin habe sich eine Person befunden, von der angenommen werde, dass es sich um den früheren Volkswagen-Mitarbeiter handelt. Bestätigt ist dies nicht, das Obduktionsergebnis liegt demnach erst zum Teil vor. Laut "Handelsblatt" hat die Staatsanwaltschaft Braunschweig bestätigt, dass es sich bei dem Auto um das Fahrzeug des Beschuldigten handelte. Mit Bezug auf Staatsanwältin Julia Meyer heißt es in dem Bericht, am Körper des Toten sei keine Fremdeinwirkung festzustellen. Eine Klärung der Identität sei wahrscheinlich möglich.